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Stadt Peine Weg für Gespräche mit Braunschweig ist frei
Stadt Peine Weg für Gespräche mit Braunschweig ist frei
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00:26 29.06.2019
Blick auf das Peiner Klinikum.
Blick auf das Peiner Klinikum. Quelle: AKH/Bierwagen
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Peine

Nun ist es offiziell: Der Landkreis Peine darf mit der Stadt und dem Städtischen Klinikum Braunschweig Gespräche aufnehmen, um im Falle einer Zusammenarbeit ein Angebot zur Übernahme des Peiner Klinikums vorzulegen.

Zuvor hatten sich bereits Anfang der Woche der Celler Landrat und Aufsichtsratvorsitzender des Betreibers AKH Celle, zu der das Krankenhaus Peine gehört, Klaus Wiswe (CDU), und der Peiner Landrat Franz Einhaus (SPD) getroffen.

Dies ist eine erste Annäherung, nachdem ein heftiger Schlagabtausch zwischen Wiswe und dem Landkreis Peine stattgefunden hatte. Nur durch Celles Finanzspritze in Höhe von 16 Millionen Euro konnte eine Insolvenz zunächst abgewendet werden.

Konstruktives Gespräch

„Es war ein gutes, wichtiges und konstruktives Gespräch, in welchem wir die Vergangenheit aufgearbeitet haben“, teilte der Landrat in der Sitzung des Kreistages am Mittwoch mit. Herausgekommen dabei sei, dass nun der Weg für die Gespräche frei ist. „Wir sehen eine bessere Perspektive für das Peiner Klinikum, wenn wir eine Zusammenarbeit mit Braunschweig anstreben“, so Einhaus. Eine Enquete-Kommission des niedersächsischen Landtages sehe ohnehin im Bereich Braunschweig-Wolfenbüttel-Peine eine gemeinsame Versorgungsregion.

Allerdings, so die Einschränkung seitens der AKH-Gruppe, suche diese parallel zu den Peiner Gesprächen mit Braunschweig einen privaten Investor für das Klinikum Peine für den Fall, dass es nicht zu einem Verkauf nach Braunschweig kommen sollte, betonte der Landrat. Doch was sagt der Klinik-Betreiber AKH zu den aktuellen Entwicklungen, schließlich wird dort die Entscheidung über einen möglichen Verkauf getroffen?

AKH spricht auch mit Betreibern

Dazu sagte Kliniksprecher Ralf Kuchenbuch auf Anfrage der PAZ: „Wir haben bekanntlich schon immer gesagt, dass wir mit verschiedenen potenziellen Betreibern, sowohl kommunal als auch privat, über mögliche Optionen sprechen werden. Dies gilt natürlich auch weiterhin. Peines Landrat Einhaus hat im Kreistag gesagt, dass der Landkreis mit Braunschweig sprechen wird, unter welchen Bedingungen eine Übernahme aus deren Sicht möglich wäre. Er hat jedoch auch zum Ausdruck gebracht, dass wir durchaus auch mit anderen möglichen Betreibern sprechen werden und dann die Konditionen verglichen werden müssen.“

„Wir sind einen Schritt weiter. Es gibt aber noch viel zu bedenken. Wir arbeiten daran, dass das Klinikum eine gute Zukunft erhält“, fasste Einhaus schließlich zusammen.

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Von Antje Ehlers