Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Trotz Krise: Neue OP-Säle für das Peiner Klinikum
Stadt Peine Trotz Krise: Neue OP-Säle für das Peiner Klinikum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:24 05.07.2019
Von links: Christoph Hempel und Franz Caesar (beide AKH), Dr. Marion Schäffer, Dr. Jürgen Schäffer, Markus Ritter (Betriebsrat), Uwe Schünemann (CDU-Landtagsabgeordneter), Gabriele Sukopp (Betriebsrat), Michael Kramer (Kreis-CDU), Christine Leckelt (Betriebsrat), Frank Oesterhelweg, Veronika Koch, Oliver Schatta und Christoph Plett (alle CDU-Landtagsabgeordnete). Quelle: Antje Ehlers
Peine

Einen Einblick in die Situation des kriselnden Klinikums in Peine haben am Freitagvormittag sieben CDU-Landtagsabgeordnete aus der Region Peine/Hildesheim/Braunschweig erhalten. Sie besuchten bei ihrer Sommertour in Begleitung des Chefarztes Professor Dr. Christian Eckmann die Radiologie und die eigenständige Praxis für Nephrologie und Dialyse im Klinikum von Dr. Jürgen Schäffer und Dr. Torben Schweer.

Missmanagement in vergangenen Jahren

Franz Caesar, neben Dr. Martin Windmann im Vorstand des Betreibers AKH, wies auf die finanziell schwierige Lage des Klinikums an der Virchowstraße hin und erklärte dies mit dem Missmanagement der vergangenen Jahre. „Die gesetzlich vorgegebenen, unterlassenen Rationalisierungen müssen wir jetzt im Schweinsgalopp ausgleichen“, begründete er die Umstrukturierungen und vor allem die Schließung der Frauenklinik.

Neue Operationssäle sollen kommen

Der Vorstand fügte hinzu, dass zurzeit versucht werde, eine Definition der Grund- und Regelversorgung für das Klinikum in Peine zu finden. Er habe Verständnis dafür, dass Peine sich derzeit in Richtung einer Kooperation mit Braunschweig orientiere, gab aber gleichzeitig zu bedenken, dass die räumliche Entfernung zu Celle Vorteile biete – gerade bezüglich der Eigenständigkeit. Trotz der Schwierigkeiten solle weiter in das Klinikum Peine investiert werden. So stehe nun endlich der Neubau der Operationssäle als Großprojekt bevor. Hierfür hatte die Landesregierung bereits einen Zuschuss von zehn Millionen Euro zugesagt, so Caesar. Allerdings sei noch unklar, ob wie gewünscht vier oder aus Kostengründen nur drei neue Säle gebaut werden. Hierzu laufen noch Gespräche. Aktuell wird noch in fünf Sälen operiert, angesichts der Patientenzahlen würden laut Caesar jedoch drei Säle reichen.

Betriebsrätin Christine Leckelt vermisst einen Synergie-Effekt zwischen den beiden Klinikstandorten. Auch die technische Zusammenarbeit funktioniere aufgrund der Entfernung nicht problemlos.

Schünemann empfiehlt Spezialisierungen

Der Peiner CDU-Landtagsabgeordnete Christoph Plett erläuterte den Hintergrund des Besuches. Man wolle die Probleme kleinerer Kliniken aufnehmen, um zu überlegen, wie mit ihnen die Zukunft gestaltet werden könne. So sei in Peine etwa ein Ausbau zum Gesundheitszentrum in Peine nicht unattraktiv. Uwe Schünemann, ehemaliger Innenminister, warnte davor, sich allein auf eine Grund- und Regelversorgung zu konzentrieren und empfahl gerade für kleine Häuser Spezialisierungen.

Vor dem Gespräch mit dem AKH-Vorstand hatten sich die Abgeordneten in der Radiologie von Dr. Claas Funke erklären lassen, welche digitalen Möglichkeiten, insbesondere die Vernetzung mithilfe der Telemedizin, in seiner Abteilung möglich sind.

Dr. Jürgen Schäffer verdeutlichte die Vorteile, die der Standort seiner nephrologischen Praxis unmittelbar in den Räumen des Klinikums bietet. So nannte er beispielsweise kurze Wege innerhalb des Hauses und interdisziplinäre Unterstützung.

Breites Spektrum an medizinischer Versorgung

Auch Professor Dr. Eckmann zeigte sich erfreut über die gute Zusammenarbeit. „Es ist wichtig, dass wir vom Klinikum aus auf solch spezialisierte Abteilungen zurückgreifen können. Unser Ziel ist es, den Menschen hier zu zeigen, welches breite Spektrum an medizinischer Versorgung das Krankenhaus bieten kann.“ Und auch Plett betonte, dass es bei dem Besuch auch darum ginge, zwischen allen negativen Schlagzeilen rund um das Peiner Klinikum die positiven Aspekte deutlicher hervorzuheben.

Von Antje Ehlers

Innerhalb eines Kunstprojektes hat sich Künstlerin Britta Ahrens mit dem Thema „Andere Welt“ auseinandergesetzt. Die gemeinsam mit Jugendlichen gestalteten Figuren aus Pappmaché sind in der Citygalerie zu sehen.

05.07.2019

Kleiderbörse bei der Caritas: Jugendliche haben jetzt Kleidung für den guten Zweck verfkauft. Es gab eine große Vielfalt an Shirts, Blusen, Hosen, Röcken, Jacken und Schuhen sowohl für Erwachsene als auch für Kinder.

05.07.2019

Im Rathaus hat Bürgermeister Klaus Saemann den Rathauskönig proklamiert. Bereits seit neun Jahren gibt es diese Tradition.

05.07.2019