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Stadt Peine Frauenklinik in Peine schließt bereits am Freitag
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13:49 08.04.2019
Das Peiner Klinikum an der Virchowstraße steckt in der Krise. Eigentümer des Krankenhauses ist die AKH-Gruppe aus Celle. Quelle: Tobias Mull
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Peine

Es ist ein regelrechter Schock für viel Angestellte und Patienten des Peiner Klinikums: Mehr als zwei Monate früher als zunächst geplant soll die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe des Krankenhauses schließen. Nicht wie im Februar angekündigt zum 30. Juni, sondern bereits am kommenden Freitag. Das teilte Montagmittag die AKH-Gruppe aus Celle mit, zu der auch das Peiner Klinikum gehört.

Wörtlich heißt es: „Nachdem in den letzten Wochen in allen Bereichen mit großem Engagement an der Vorbereitung der notwendigen Sanierungsschritte gearbeitet wurde, sind auch die Zuarbeiten für das S6-Gutachten weitestgehend abgeschlossen. Wie bereits berichtet, sind nun die Ergebnisse aus dem Personalgutachten der WRG in der Erörterung und Abwägung mit den Abteilungsleitungen. Erste Gespräche haben in der letzten Woche stattgefunden. Hier sind bereits sehr viele Vorschläge unterbreitet worden mit dem herausgestellten Personalüberhang umzugehen, ohne im großen Stil betriebsbedingte Kündigungen umsetzen zu müssen.

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Personelle Veränderungen sind unter anderem Ursache

Leider hat sich in der Fachabteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe aufgrund eingetretener Erkrankungen und an die Geschäftsführung herangetragenen Beendigungswünsche eine Situation ergeben, in der es in den letzten Tagen und perspektivisch auch in den nächsten Wochen nicht mehr möglich sein wird, alle notwendigen Dienste zu besetzen. Unserem Anspruch an eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Patientenversorgung kann daher leider nicht bis zum 30. Juni aufrechterhalten bleiben. Letztlich sind wir unseren Patientinnen gegenüber verpflichtet, diesem Anspruch zu jeder Zeit gerecht zu werden. In Beteiligung unterschiedlichster Leitungsebenen müssen wir daher den Schließungstermin auf Freitag, 12. April, vorziehen. So schmerzhaft sich auch die vorzeitige Schließung für uns darstellt, so folgerichtig ist sie jedoch. Am Ende der Sanierungsschritte soll ein Klinikum entstehen, welches sich als nachhaltig, investitionsfähig und bedarfsgerecht darstellt. Dies ist der Weg, den wir gerade bereiten. Bitte bewahren Sie sich das bislang aufgezeigte Vertrauen in unser Krankenhaus; der Standort ist es wert, aufrechterhalten zu werden“, heißt es in der Pressemittteilung des Klinikums.

Von Antje Ehlers

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