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Stadt Peine Betriebsrat wirft Verantwortlichen „Planlosigkeit“ vor
Stadt Peine Betriebsrat wirft Verantwortlichen „Planlosigkeit“ vor
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15:25 08.08.2019
Mit großen Plakaten machten Beschäftigte des Peiner Klinikums erneut auf ihre schwierige Situation aufmerksam. Quelle: Daniel Kempert
Peine

Mit einer „aktiven Mittagspause“ haben am Peiner Klinikum erneut etwa 80 Beschäftigte auf die angespannte Situation am Peiner Klinikum aufmerksam gemacht. Schon im März hatte eine solche Aktion für Aufmerksamkeit gesorgt. „Trotz Urlaubszeit und heißem Sommer – die Beschäftigten im Klinikum Peine verspüren derzeit alles andere als Urlaubsgefühle und unbeschwerte Sommerzeit“, sagt Betriebsratsvorsitzende Christine Leckelt. Bewusst gewählt worden war dabei die Zeit um 11.55 Uhr, um so aufzuzeigen, dass es „fünf vor zwölf“ sei.

Zukunft des Peiner Klinikums ist weiter unklar

„Bekanntermaßen ist die Situation im hiesigen Krankenhaus seit Monaten mehr als angespannt. Die finanzielle Schieflage des Betreibers AKH-Gruppe hat in den letzten Monaten die Diskussion um die Zukunft des Peiner Klinikums angeheizt“, ergänzt Leckelt weiter. Mittlerweile würden sich immer mehr Betroffene – Beschäftigte, Bürger, als auch Politiker – dafür aussprechen, die Zukunft außerhalb der AKH-Gruppe zu suchen. Besonders eine Zusammenarbeit mit dem Klinikum Braunschweig werde immer wieder ins Gespräch gebracht.

Nicht am Esstisch, sondern vor dem Klinikum verbrachten am Donnerstag etliche Mitarbeiter ihre Mittagspause. Sie machten auf die angespannte Situation aufmerksam.

Situation ist beunruhigend

„Für die Beschäftigten ist die jetzige Situation alles andere als beruhigend: Reinigung, Küche und Logistik wurden schon ausgegründet, und auch im medizinischen sowie medizinisch-pflegerischen Bereich wird es enger“, beschreibt die Betriebsratsvorsitzende die Lage im Klinikum an der Virchowstraße. Rückgängige Belegungszahlen und abwandernde Fachkräfte seien weitere Zeichen für die Ernsthaftigkeit der Lage.

Während der „aktiven Mittagspause“ verdeutlichten Christine Leckelt und Axel Reichinger (Gewerkschaft Verdi) noch einmal ihren Eindruck von „Planlosigkeit bei den Verantwortlichen“ und forderten Politik und Verwaltung auf, endlich zu handeln.

Zukunftsperspektive gefordert

Auch wenn durch das Geld des Landkreises Celle die finanzielle Situation des Klinikums Peine derzeit gesichert sei, sagt Christine Leckelt: „Was wir brauchen, ist eine Zukunftsperspektive – gerade weil die fehlt, kündigen immer mehr langgediente Fachkräfte und gehen weg.“ Mit Spannung werden die nächsten Wochen erwartet, die nächste Aufsichtsratssitzung ist im September.

Von Redaktion

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