Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Klinik-Krise in Peine: 50 Stellen auf der Kippe
Stadt Peine Klinik-Krise in Peine: 50 Stellen auf der Kippe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
00:21 07.04.2019
Das Peiner Klinikum. Quelle: Archiv (Bierwagen)
Anzeige
Peine

Jetzt steht es fest: Im Zuge der Klinik-Krise sollen im Peiner Krankenhaus rund 50 Stellen abgebaut werden. Das bestätigte Ralf Kuchenbuch, Sprecher der AKH-Gruppe, zu der auch das Peiner Klinikum gehört, am Donnerstagabend auf PAZ-Anfrage. Enthalten seien darin bereits die rund 20 Stellen der Abteilung Frauenheilkunde, deren Schließung AKH zum 30. Juni angekündigt hat.

„Dieses Ergebnis des Personalgutachtens bedeutet aber nicht automatisch, dass 50 Mitarbeiter Ihre Arbeitsstelle verlieren“, betonte Kuchenbuch. Vielmehr sei die Unternehmensleitung gemeinsam mit der Mitarbeitervertretung dabei, in vielen Einzel- und Gruppengesprächen andere Möglichkeiten zu identifizieren. „Dies könnten in Freizeit auszugleichende Überstunden, Arbeitszeitverkürzungen, neue Dienstmodelle oder Schichtlängen sein, ferner das Auslaufen von Befristungen oder auch der Gang in die Rente“, so der AKH-Sprecher.

Anzeige

„Pflegerischer Bereich nicht betroffen“

Wichtiger Grundsatz dabei: Die Personalmaßnahmen dürfen den Ablauf und die Güte der Versorgung im Krankenhaus nicht schmälern. „Die ersten Gespräche zeigen sehr viele von den Mitarbeitern angesprochene Möglichkeiten auf“, sagte Kuchenbuch. Nur als allerletzte Möglichkeit solle es dann betriebsbedingte Kündigungen geben.

In welchen Bereichen der Stellenabbau drohe – darüber schwieg Kuchenbuch. „Wir werden zuerst mit den Mitarbeitern sprechen, bevor Informationen veröffentlicht werden. Es bleibt aber dabei, der pflegerische Bereich ist nicht betroffen“, unterstrich der AKH-Sprecher.

75 Stellen in Celle auf der Kippe

Auch für den AKH-Mutterstandort in Celle wurden am Donnerstag offizielle Zahlen genannt. Während einer Mitarbeiterversammlung erklärte der AKH-Vorstandsvorsitzende Dr. Martin Windmann, dass im dortigen Krankenhaus 70 bis 75 Stellen zur Disposition stehen. Eine ähnliche Versammlung hatte Anfang der Woche auch in Peine stattgefunden.

Das Gesamtsanierungsgutachten soll dann Ende April fertiggestellt sein. Weitere Spekulationen würden sich deshalb verbieten, sagte Kuchenbuch, der nochmals unterstrich, dass die AKH-Gruppe die vom Landkreis Peine als neuerliche Reserve in Stellung gebrachten zwei Millionen weiterhin nicht in Anspruch genommen habe. „Und das ist auch derzeit nicht in Planung!“, so der AKH-Sprecher abschließend.

Von Tobias Mull und Antje Ehlers

Anzeige