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Stadt Peine Klimaschutz: Diese Beiträge leistet der Landkreis Peine
Stadt Peine

Klimaschutz: Diese Beiträge leistet der Landkreis Peine

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17:00 12.11.2021
Alexander Eckoldt von den Peiner Stadtwerken lädt ein E-Auto in Peine auf. Auch die Dienstfahrzeuge des Landkreises fahren mittlerweile überwiegend mit Ökostrom.
Alexander Eckoldt von den Peiner Stadtwerken lädt ein E-Auto in Peine auf. Auch die Dienstfahrzeuge des Landkreises fahren mittlerweile überwiegend mit Ökostrom. Quelle: Ralf Büchler
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Kreis Peine

Der Klimaschutz ist ein wichtigeres Thema denn je. Jetzt endete die diesjährige UN-Klimakonferenz in Glasgow, auch bekannt als COP 26 (Conference of the Parties). Das Ziel lautet, weltweit effektiven Klimaschutz in die Wege zu leiten. Auch für den Landkreis Peine hat das Thema hohe Priorität. Kreissprecher Fabian Laaß erklärt, welche Schritte bereits unternommen wurden – und was in Planung ist.

Die kreiseigenen Gebäude seien bereits energetisch verbessert und auf LED-Beleuchtung umgestellt worden, schildert Laaß. Zudem werde darauf hingewirkt, dass die Gebäudenutzer – besonders in den Schulen – sparsam beim Verbrauch von Energie und Wasser sind. Seit 2009 werde Ökostrom für alle Liegenschaften bezogen. Schrittweise stelle der Landkreis auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung um beziehungsweise sehe diese bei Neubauten gleich so vor. Mehrere Schulerweiterungen seien schon im Passivhaus-Standard erfolgt, derzeit würden vier Photovoltaikanlagen und ein Blockheizkraftwerk betrieben.

Erneuerbare Energien: Modellprojekt in Mehrum

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Umstellung der Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien. „Dazu werden konzeptionelle Ansätze, bei denen ganze Ortschaften betrachtet werden, immer wichtiger“, sagt Laaß. Die Klimaschutzagentur des Landkreises habe hierzu ein Modellprojekt in Mehrum initiiert, das im vergangenen Mai gestartet ist. Als erster Schritt werde das Potenzial für energetische Gebäudesanierungen und der Gesamt-Wärmebedarf der Ortslage ermittelt.

Außerdem sei die Dienstwagenflotte des Landkreises überwiegend auf Elektrofahrzeuge, die mit Ökostrom fahren, umgestellt worden. Zur Förderung der Elektromobilität stelle der Kreis auch eigene Grundstücke zur Verfügung, auf denen Ladesäulen aufgestellt werden. „Begonnen wurde mit einem Standort unmittelbar am Kreishaus I, weitere Standorte sind an den Berufsbildenden Schulen in Vöhrum sowie im Bereich des Julius-Spiegelberg-Gymnasiums in Vechelde geplant“, schildert der Kreissprecher.

Klimaschutzagentur ist Partner der Kampagne „pe-mobil“

Weiterhin unterstütze der Landkreis den Klimaschutz auch durch Öffentlichkeitsarbeit und Projekte. So war die Klimaschutzagentur dieses Jahr beispielsweise im Rahmen der Elektromobilitäts-Kampagne „pe-mobil“ als Kooperationspartner mit regelmäßigen Informationen zu Förderprogrammen und Beratungsangeboten beteiligt. Entsprechende Informationen wurden neben www.pe-mobil.de auch auf der Internetseite der Klimaschutzagentur eingestellt. „Besonders hinweisen möchten wir auf das Informationsblatt ,Mit Sonnenstrom vom Dach tanken’, das zum Download zur Verfügung steht“, so Laaß. „Ergänzend werden auf der Internetseite der Klimaschutzagentur regelmäßig Hinweise auf regionale Veranstaltungen aus dem breitgefächerten Themenspektrum des Klimaschutzes gegeben. Es lohnt sich also, immer mal wieder reinzuschauen.“

Von März bis Juni bot die Kreisvolkshochschule den Kurs „Klimafit – Klimawandel vor meiner Haustür! Was kann ich tun?“ an, finanzielle Unterstützung sei vom Landkreis gekommen. Erläutert wurden in dem Kurs die Ursachen und Folgen des Klimawandels, regionale Konzepte und individuelle Handlungsmöglichkeiten.

Spezielle Informationsveranstaltungen für Unternehmen gebe es zudem in Kooperation der Klimaschutzagentur mit der Wito (Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft Landkreis Peine) und der regionalen Energieagentur. Bei einer Online-Informationsveranstaltung im Juli gab es Beratungen für klein- und mittelständische Unternehmen zu Themen wie solare Mobilität, Energie- und Materialeffizienz. Die jeweiligen Beratungsgutscheine könnten weiterhin auf der Internetseite der Klimaschutzagentur heruntergeladen werden, so der Hinweis von Laaß.

Von Dennis Nobbe