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Stadt Peine Klärschlamm-Verwertung: Neue Gesellschaft
Stadt Peine Klärschlamm-Verwertung: Neue Gesellschaft
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19:54 24.04.2019
In so einer Kammerfilterpresse wie hier in Hameln wird der Klärschlamm entwässert. Quelle: HAZ
Peine

Die Stadt Peine hat mit Partnern eine interkommunale Kooperationsgesellschaft gegründet. Ziel ist die Zusammenarbeit der Stadtentwässerung mit den Abwasserbetrieben Barsinghausen, Celle, Göttingen, Weserbergland, Hildesheim, Langenhagen, Salzgitter und Verden/Aller bei der Verwertung von Klärschlamm.

Laut Sprecherin Petra Kawaletz wurde der Gesellschaftsvertrag der Kommunalen Nährstoffrückgewinnung Niedersachsen (KNRN) bereits am 26. März unterzeichnet. Sie sagt: „Notwendig wurde dieser Schritt durch die veränderte Gesetzgebung im Bereich der Klärschlammentsorgung und Düngung. Kläranlagen der sogenannten Größenklasse IV, zu der auch die Anlage der Stadtentwässerung Peine gehört, müssen ab 2032 den im Klärschlamm enthaltenen Phosphor zurückgewinnen. Darüber hinaus stellt die aktuelle Düngegesetzgebung höhere Ansprüche an den Grundwasserschutz. Eine landwirtschaftliche Verwertung des Klärschlamms ist damit kaum noch möglich. Durch diese Entwicklung sind auch die Preise für die Mitverbrennung des Peiner Klärschlamms in Kraftwerken bereits heute erheblich gestiegen.“

Neue Gesellschaft

Die neue Gesellschaft mit Sitz in Hildesheim werde mit der Planung einer Klärschlamm-Verbrennungsanlage mit anschließender Phosphor-Rückgewinnung betraut. Aktuell würden weitere Kommunen als Gesellschafter aufgenommen, die ebenfalls eine Verwertungsmöglichkeit für ihren Klärschlamm suchen. „Das Hauptziel der Gesellschafter ist, eine langfristige Sicherheit bei der Klärschlammentsorgung zu gewährleisten. Durch einen nachhaltigen und effizienten Anlagenbetrieb sollen die dafür erforderlichen Kosten transparent und planbar bleiben“, so Kawaletz.

Verbrennungsanlage in Hildesheim

Die Klärschlamm-Verbrennungsanlage soll in Hildesheim auf dem Gelände der Stadtentwässerung Hildesheim entstehen. Ein Vorteil des Standorts sei die gute verkehrstechnische Anbindung an Straße, Bahn und Wasserweg. Die Anlage soll mindestens 24 000 Tonnen Trockenmasse pro Jahr verarbeiten können und voraussichtlich 2024 in Betrieb gehen.

Von Thomas Kröger

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