Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Kaufen Braunschweig und Hannover das Peiner Klinikum?
Stadt Peine Kaufen Braunschweig und Hannover das Peiner Klinikum?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:05 08.10.2019
Das Klinikum Peine könnte verkauft werden. Quelle: Archiv
Peine

Anfang 2020 soll darüber entschieden werden, ob die AKH-Gruppe als Träger auch des Krankenhauses in der Fuhsestadt das Peiner Klinikum verkauft oder behält. Fünf Interessenten sind derzeit im Rennen – darunter auch ein angedachter Rechtsverbund, der sich aus der Stadt Braunschweig, dem Landkreis Peine und der Region Hannover zusammensetzt.

Die Initiative war von Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD) ausgegangen. Der Landkreis Peine hatte betont: „In einem Zusammenschluss mit dem Klinikum Braunschweig sehen wir eine gute und zukunftsfähige Perspektive für das Peiner Krankenhaus.“ Und gegen einen weiteren Träger hätten sie sicher auch nichts einzuwenden.

In kommunaler Trägerschaft halten

Hauke Jagau, Präsident der Region Hannover und somit Aufsichtsratsvorsitzender des Regionsklinikums, äußerte sich auf Anfrage der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung nun zurückhaltend. Aus Sicht der Region sei es begrüßenswert, dass der Braunschweiger Oberbürgermeister die Initiative ergriffen habe, mit dem Ziel, das Peiner Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft zu halten.

Es sei im Regionshaus bekannt, dass Braunschweig Optionen prüfe, dieses Ziel zu erreichen. Jagau bestätigte auch entsprechende Gespräche mit seinem Parteifreund Markurth.

Gehaltseinbußen für Beschäftigte?

Außerdem wurde bekannt, dass eine mögliche Übernahme auch in der jüngsten Aufsichtsratssitzung des Regionsklinikums Thema war. Demnach hätten vor allem die Arbeitnehmervertreter die Thematik zur Sprache gebracht. Ihre Befürchtung: Sollte das Peiner Klinikum an einen privaten Träger verkauft werden, könnte dieser Hand an die Tarifverträge legen – Gehaltseinbußen für die Beschäftigten wären die Folge.

Und auch auf übergeordneter Ebene wird eine private Trägerschaft durchaus problematisch gesehen. Die Kaufinteressenten Ameos, Paracelsus, Helios und Asklepios könnten durch den Erwerb des Peiner Krankenhauses die Basis für eine Expansion in Richtung Braunschweig oder Hannover schaffen. Das will man anscheinend in den beiden Städten auf jeden Fall verhindern.

„Verbleib in AKH Gruppe möglich“

Und was sagt die AKH-Gruppe zu den neuesten Entwicklungen? „Zum derzeitigen Zeitpunkt liegt uns zwar eine Interessensbekundung aus Braunschweig in Kooperation mit dem Landkreis Peine vor, von Plänen einer gemeinsamen Trägerschaft mit der Region Hannover hatten wir jedoch erst aus der HAZ erfahren“, so AKH-Sprecher Ralf Kuchenbuch. „Im Endeffekt betrifft uns dies jedoch nicht direkt, da eine eventuelle ,Bietergemeinschaft’ dieser Körperschaften genauso zu behandeln ist wie andere Interessenten.“

Werden dann bei der nächsten Aufsichtsratssitzung am 4. November schon die Angebote der jeweiligen Interessenten präsentiert? „Derzeit ist es noch zu früh, hierzu eine Aussage zu treffen. Dies hängt naturgemäß maßgeblich von den Interessenten ab“, sagt Kuchenbuch, der nochmals betont, dass ein Verkauf des Peiner Klinikums nicht gesetzt sei. „Es ist auch ein Verbleib in der AKH-Gruppe möglich. Wie schon in der Vergangenheit mitgeteilt soll der Aufsichtsrat durch das Vorliegen verschiedener Angebote in die Lage versetzt werden, entscheiden zu können, ob eben ein Verbleib oder ein Verkauf die wirtschaftlich bessere Option ist“, so der AKH-Sprecher abschließend.

Von Tobias Mull

Hat die Ex-Frau die Wahrheit gesagt oder wollte sie Rache? Mit dieser Frage musste sich das Landgericht Hildesheim am sechsten Prozesstag beschäftigen. Den beiden 34-Jährigen Libanesen wird umfangreicher Drogenhandel vorgeworfen. Doch welche Rolle spielt die Ex-Frau?

08.10.2019

Die Peiner Polizei bekommt Unterstützung. 15 neue Kollegen traten am 1. Oktober ihren Dienst im Kommissariat Peine an.

08.10.2019

Opfer einer Täuschung ist eine 83-jährige Seniorin geworden. Falsche Polizisten verschafften sich Zutritt zu ihrer Wohnung.

08.10.2019