Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Kabeldiebe richten Chaos an: Asbest-Alarm im Lindenquartier
Stadt Peine Kabeldiebe richten Chaos an: Asbest-Alarm im Lindenquartier
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
19:01 26.02.2020
Blick auf das ehemalige Hertie-Gebäude: Nach Einbrüchen sind offenbar asbesthaltige Baumaterialien freigesetzt worden. Quelle: Archiv
Anzeige
Peine

Asbest-Fund im ehemaligen Hertie-Kaufhaus: Bei Untersuchungen des Gebäudes ist jetzt ein unsachgemäßer Umgang mit belasteten Baumaterialien festgestellt worden. Nach Angaben der Stadt Peine drangen Kabeldiebe in das Gebäude ein, zerstörten unter anderem asbesthaltige Brandschutzverkleidungen und verunreinigten damit den Innenraum.

Entsprechende Warnhinweise sind am Mittwoch an dem Komplex angebracht worden. Das Betreten der Innenräume des früheren Kaufhauses – das demnächst abgerissen werden soll – ist zukünftig nur noch in Abstimmung mit Sachverständigen und gegebenenfalls unter Einhaltung der erforderlichen Schutzmaßnahmen möglich, teilt Stadt-Pressesprecherin Stephanie Axmann mit.

THI investiert 40 Millionen Euro

Der Investor THI, der rund 40 Millionen Euro ins Lindenquartier mit Edeka-Markt, Gewerbeflächen und Wohnungen investieren will, und die Stadt Peine wollen zunächst untersuchen lassen, in welchem Umfang Asbestfasern freigesetzt wurden und ob diese in der Innenraumluft nachweisbar sind.

Edeka kommt, andere sollen folgen. Die frühere Hertie-Brache in Peine weicht dem Lindenquartier.

Für weitere Arbeiten in dem Gebäude, wie die Entsorgung der asbesthaltigen Materialien, müssten dann Arbeitsschutzmaßnahmen berücksichtigt werden. Ein genauer Zeitpunkt für die Schadstoffbeseitigung stehe noch nicht fest. „Er wird sich aus den anderen Abläufen der Planung und der Abbrucharbeiten ableiten“, erklärt Axmann.

Weitere Lindenquartier-Planung nicht betroffen

Die gute Nachricht: Die weiteren Planungen und das Verfahren für den Bebauungsplan zum Lindenquartier sind durch die neuen Befunde nicht betroffen, so die Sprecherin. Der Bebauungsplan werde planmäßig im März in den Ratsgremien beraten. Auftakt sei am Mittwoch, 11. März, um 17 Uhr im Ausschuss für Planung und öffentliche Sicherheit. Nach dem Satzungsbeschluss des Rates über den Bebauungsplan würden zunächst die umfangreichen Abbruch- und Erschließungsmaßnahmen geplant. Parallel wolle der Investor den Bauantrag erarbeiten lassen.

Zu dem Asbestfund erklärt die Stadt weiterhin: Da es im Hertie-Gebäude schon mehrfach Einbrüche gegeben habe, lasse sich der Zeitpunkt der einzelnen Sachbeschädigungen und der Zerstörungen nicht sicher bestimmen. Damit könne auch nicht eindeutig geklärt werden, ob nach der Verunreinigung durch die mutmaßliche Diebe das Gebäude von Beschäftigten oder anderen Personen betreten wurde.

Bei Fragen steht Harald Stolte von der Stadt Peine, Telefon (0 51 71) 4 94 10 als Ansprechpartner zur Verfügung. Melden könnten sich insbesondere Personen, die das Gebäude in der Vergangenheit betreten haben und nun verunsichert sind.

Lesen Sie auch

Von Michael Lieb

Die Jugend der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Peine hatte sich jüngst zur Jahreshauptversammlung in der Wachstation am Eixer See getroffen. Im Rahmen der alljährlichen Vorstandswahlen wurde Till Schwarznecker zum Nachfolger des bisherigen Vorsitzenden Chris Schwarznecker bestimmt. 

26.02.2020

In Vöhrum hat sich ein Unfall ereignet, bei dem ein Fahrzeug beschädigt wurde. Der Verursacher entfernte sich nach der Tat unerlaubt von der Unfallstelle. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen

26.02.2020

Am 30. Januar wurde ein 24-jähriger Fleischer in Peine mit einem Messer niedergestochen. Mit der PAZ hat er über die Folgen der Attacke gesprochen – die Todesangst wird er so schnell nicht vergessen.

26.02.2020