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Stadt Peine Neue Anlaufstelle für junge Erwachsene in Peine installiert
Stadt Peine Neue Anlaufstelle für junge Erwachsene in Peine installiert
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15:00 08.07.2019
Das Jungregio-Team: Projektleiterin Carolina Kalmbach (l.) und Mitarbeiterin Myriam Hahn. Quelle: Kathrin Bolte
Peine

Es läuft im Leben nicht so rund? Mit Schulabschluss oder Job hat es nicht geklappt? Passt es im Elternhaus nicht? Hilfe bei diesen Fragen und weit darüber hinaus können junge Erwachsene nun in Peine in Anspruch nehmen. Die Jungregio des Paritätischen wurde erfolgreich in Peine installiert. Doch was steckt eigentlich hinter dem Projekt? Die PAZ hat nachgefragt.

Angebot für junge Erwachsene

Jungregio richtet sich an junge Erwachsene ab dem 18. Lebensjahr. Wobei die Grenzen nicht festgezurrt sind. Wenn uns jemand aufsucht, der 17 ist, schicken wir ihn nicht weg, auch nicht wenn die Jugend schon mehrere Jahre zurückliegt“, macht Projektleiterin Carolina Kalmbach deutlich. „Finanziert wird das Projekt aus EU-Mitteln und ist zunächst für zwei Jahre angelegt. Unterstützt wird es aber auch vom Landkreis Peine und dem Jobcenter.“

Treffpunkt am Echternplatz

Zusammen mit Kollegin Myriam Hahn kümmert sie sich im neu eingerichteten Treffpunkt am Echternplatz (ehemaliges Kaleidoskop) um junge Menschen, die in ihrem Leben noch nicht richtig angekommen sind und hier und da Hilfe benötigen, zu unterstützen. „Unser Schwerpunkt liegt auf der Netzwerkarbeit. Wir verstehen uns als Sprachrohr zwischen jungen Menschen und Einrichtungen wie dem Jugendamt, dem Jobcenter, der Schule oder freien Sozialhilfeträgern“, erklärt Hahn.

Hilfe dort, wo Unterstützungsbedarf vorhanden ist

Auf die Frage, wer denn so der klassische Klient ist, antwortet Kalmbach: „Oft sind es junge Menschen, die über das Jobcenter zu uns gelangen. Der Arbeitsvermittler sieht, dass dort ein Unterstützungsbedarf vorhanden ist, vielleicht weil es im Elternhaus nicht gut läuft, Schule und Ausbildung nicht wirklich geklappt haben oder der junge Erwachsene allein ist und sein Leben aber nicht wirklich gut bewerkstelligen kann. Dann kommen wir ins Spiel und begleiten praktisch als Lotse den Klienten weiter.“

Workshops, Spieleabende und mehr

Dabei geht das Angebot von Jungregio weit über ein Beratungsangebot hinaus. „Der Treffpunkt am Echternplatz soll eine Dockingstation darstellen: hier trifft man sich, vernetzt sich, knüpft auch soziale Kontakte, beispielsweise bei unserem Café, das jeden ersten Donnerstag im Monat ab 18 Uhr in unseren Räumlichkeiten stattfindet. Wer interessiert ist, kann gerne einfach so vorbeikommen“, lädt Kalmbach ein. Die Räume wurden erst vor einigen Monaten bezogen. Etwas kahl sieht es noch aus, doch das soll sich schon bald ändern. „Wir erwarten noch eine Küche, damit wir auch mal einen Kochworkshop anbieten oder einfach mal so zusammen kochen können“, sagt Hahn und weiter: „Im Juli werden schon mal zwei Workshops stattfinden, die sich rund um das Thema Nachhaltigkeit drehen.“ Ansonsten sollen die Räume auch zum gemeinsamen Musik machen, veranstalten von Spieleabenden und anderen Aktivitäten genutzt werden. „Wir sind da ganz offen“, bestätigen Beide.

Gespräche und Aktionen auf Augenhöhe

Beide Frauen betonen, dass sie mit ihren Klienten auf Augenhöhe sprechen und helfen wollen. „Wir lehnen starre Strukturen, wie sie Jugendlichen in Ämtern oftmals erscheinen, ab. Kontakt aufnehmen kann man zu uns auch einfach über das Handy, wir nutzen extra eine besondere App dafür. Das ist so super unkompliziert und nimmt die Angst, sich mit einem Problem zu melden.“ Alternativ sind auch Hausbesuche denkbar, wenn Hilfesuchende zum Beispiel keine Möglichkeit haben nach Peine in unser Zentrum am Echternplatz zu kommen. Dort gibt es montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17 Uhr eine offene Sprechstunde.“ Weitere Informationen finden Interessierte auch unter www.jungregio-peine.de

Kalmbach und Hahn stecken mitten in der Arbeit für die Eröffnung, die für geladene Gäste am Montag, 15. Juli, stattfindet. Zu Gast wird dort die Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Birgit Honé, sein.

Von Kathrin Bolte

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