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Stadt Peine Adrian Monecke: „Mein Frisör hat mir das Leben gerettet“
Stadt Peine Adrian Monecke: „Mein Frisör hat mir das Leben gerettet“
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19:13 23.12.2019
Von links: Moussa Naim, Lebensretter Fadi Abden Karim, Adrian Monecke und dessen Lebensgefährtin Katrin. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig
Ilsede

Ein ganz besonderes Weihnachtsfest feiert dieses Jahr der Ilseder Adrian Monecke, denn er freut sich ganz einfach, noch am Leben zu sein. Was ist passiert? Im Jahr 2018 wechselte er seinen Frisör. Soweit ist das sicher nichts besonderes. Doch dieser hat ihm schon wenige Wochen nach dem ersten Zusammentreffen das Leben gerettet. Eine Geschichte voller Höhen und Tiefen, Emotionen und unendlicher Dankbarkeit.

Adrian, du hast da einen Knubbel am Hals, das fühlt sich komisch an

Männer mit Bart gönnen sich gerne eine fachmännischen Pflege. So auch der 55 Jahre alte Ilseder Adrian Monecke. Alle 14 Tage besucht er seinen Frisör Moussa Naim in Ilsede und lässt sich den Bart von Mitarbeiter Fadi Abden Karim stutzen. Im März diesen Jahres stand der nächste Termin an. Fadi beginnt mit der Arbeit bis er plötzlich sagt „Adrian, du hast da rechts einen Knubbel am Hals, das fühlt sich komisch an“, erinnert sich Monecke, als sei es erst gestern gewesen.

Diagnose: Krebs

„Mir war das noch nie aufgefallen, aber ich habe mir auch weiter nichts dabei gedacht“, sagt er und lässt ein paar Tage verstreichen. Plagt ihn doch gerade eine Bronchitis, die er erst überstehen will. Doch die Unruhe steigt. „Ich bin dann zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt gegangen, und dann ging alles ganz schnell“, erklärt Monecke, dem bei den Gedanken daran die Tränen in die Augen steigen. Ab ging es nach Braunschweig in die Klinik. Computertomographie, unzählige Untersuchungen. Und dann die niederschmetternde Diagnose: eine Halszyste. „Meist sind die gutartig, erklärten mir die Ärzte, können aber eben auch bösartig sein.“

„Er hat mir das Leben gerettet!“

Es ist der 3. Juni 2019. Adrian Monecke steht auf dem Operationsplan. Diese OP stellt das Leben des Ilseders komplett auf den Kopf. Denn die Zyste ist bösartig und hat bereits gestreut. Die Mandeln und weitere Teile des Halses sind befallen. „Das, was mein Frisör da getastet hat, war ein sogenanntes Ei der Krebszellen, er hat mir das Leben gerettet.“ sagt Monecke und schluckt schwer. In einer weiteren Operation wurden die Mandeln entfernt. Es folgten mehrere Bestrahlungs- und Chemotherapien.

„Ohne die Unterstützung von Freunden und der Familie hätte ich das nie überstanden“

Doch bis mit diesen begonnen werden konnte, musste der 55-Jährige eine weitere schwere Behandlung auf sich nehmen. „Ich hatte eine chronische Entzündung des Kiefers. Um den Körper auf die Belastung der Chemotherapie vorzubereiten, musste erst diese Entzündung behandelt werden“, erklärt er. Dazu habe er sich 16 Zähne ziehen lassen müssen. „Anders wäre es nicht gegangen.“

Die folgenden Monate zehren sehr an den Kräften. Zwei Tage Chemotherapie wechseln sich mit zwei Tagen Bestrahlung ab. „Ohne die Unterstützung von Freunden und der Familie, die immer wieder mutmachende Worte gefunden haben, hätte ich das nicht überstanden“, sagt Monecke.

Endlich krebsfrei

Seit wenigen Wochen hat Adrian Monecke endlich Gewissheit: Er ist krebsfrei. „Ich habe meinem Frisör zu verdanken, dass es mir heute wieder so gut geht. Er hat den Krebs frühzeitig entdeckt, und das war mein Glück. Ich weiß nicht, wann ich das selber entdeckt hätte, wahrscheinlich nie“, zeigt er sich voller Dankbarkeit.

Ein „Danke“, das aus tiefstem Herzen kommt

Doch wie sagt man jemandem „Danke“, der einem das Leben gerettet hat? Darüber hat sich Monecke sehr viele Gedanken gemacht. Am Ende hat er sich für einen Geschenkkorb mit türkischen Spezialitäten entschieden und den Chef von Fadi Abden Karim eingeweiht. Kurz vor Weihnachten stand wieder ein Besuch beim Frisör an. Und das war wohl der emotionalste Frisörbesuch des Jahres: Denn endlich konnte Adrian Monecke seinem Lebensretter aus vollem Herzen „Danke“ sagen. Beide umarmten sich herzlich, und es sind auch Tränen geflossen – Tränen des Glücks.

Von Kathrin Bolte

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