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Stadt Peine Studieren in Peine: Studenten mögen die familiäre Atmosphäre
Stadt Peine Studieren in Peine: Studenten mögen die familiäre Atmosphäre
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20:21 03.09.2019
IUBH: Studieren im Peiner Unternehmenspark macht den Studenten Spaß. Quelle: Kathrin Bolte
Peine

Studieren in Peine, das klingt immer noch ein bisschen ungewöhnlich, obwohl bereits seit Herbst vergangenen Jahres 18 Studenten in der Fuhsestadt fleißig im Fach „Soziale Arbeit“ dabei sind. Am Ende des Studiums steht der Beruf des Sozialarbeiters oder Sozialpädagogen mit unterschiedlichen Einsatzbereichen, beispielsweise in Jugendämtern oder Beratungsstellen. Die PAZ hat sich unter die Lernenden gemischt und Eindrücke eingefangen. Lesen Sie im ersten Teil unserer zweiteiligen Serie, wie sich studieren in Peine für Studenten anfühlt.

Eine Woche lernen und eine Woche arbeiten

Soeben hält Dozent Urs Kobler eine Doppelstunde Jura ab. Eigentlich ist für heute Feierabend, doch die meisten Studenten der IUBH Internationale Hochschule bleiben noch und wollen aus dem Nähkästchen plaudern. Studieren in Peine ist auch für sie immer noch neu. Ein gutes Jahr liegt jetzt hinter ihnen. Das praxisnahe Studium „Soziale Arbeit“ teilt sich in eine Woche lernen und eine Woche arbeiten im Betrieb des Praxispartners auf. Die meisten Studenten stammen aus Peine, berichtet Mario Fromm, Standortleiter der IUBH in Hannover. Einige hätten ihren Wohnsitz für das Studium nach Peine verlegt, berichtet er weiter.

Es geht familiär zu

Der „Hörsaal“ besteht aus einem Raum im Zentralgebäude des Unternehmensparks an der Woltorfer Straße. Alle Studenten sitzen in einer Tischreihe. Es ist nicht viel Raum, aber auch nicht zu eng. Was sofort auffällt: Hier fehlt die Hektik, die es sonst an den großen Hochschulen gibt. Vielmehr geht es familiär zu. Man kennt sich, schätzt sich und der Außenstehende merkt sofort: Hier besteht ein ganz anderes Verhältnis zu Dozenten, der Studienberatung, der Verwaltung und auch untereinander.

Das berichten Studenten

Romina Kracik die ist erste Studentin, die aus dem Nähkästchen plaudern mag: „Es ist total gemütlich hier, da nicht so viele Leute zusammenkommen. Man lernt besser in einer kleinen Gruppe. In so einem großen Hörsaal weiß man ja gar nicht, wer da noch so alles sitzt. Man kann sich untereinander austauschen, sich die Unterlagen zuschicken. Es ist vergleichbar mit der Schule.“

Carmen Weil findet: „In einem kleinen Verbund zu lernen, ist mit weniger Druck verbunden. Zudem fließt hier die mündliche Mitarbeit nicht ein, das macht es entspannter und so macht Lernen richtig Spaß.“ Auch Shirly Schridde ist durchweg zufrieden mit ihrer Wahl für den Studienstandort Peine: „Es ist durchweg positiv. Der Austausch untereinander funktioniert perfekt. Der Unterrichtsstoff greift ineinander und ist praxisnah.“ Romina Kracik bringt es auf den Punkt: „Statt einer Mensa haben wir eine Mikrowelle, das ist doch toll.“

Die Umstellung war groß

Studieren und im Betrieb arbeiten verläuft hier im Wechsel. Man werde voll und ganz in die praktische Arbeit eingebunden, hieß es aus den Reihen der Studenten. Vergleichbar sei dies mit der dualen Berufsausbildung, nur mit dem Unterschied, dass man nicht einmal pro Woche in die Berufsschule geht, sondern gleich eine ganze Woche. Die Praxispartner sind sehr unterschiedlich: der Landkreis Peine gehört ebenso dazu wie der Kinderschutzbund oder die Oskar-Kämmer-Schule.

Die IUBH

Die IUBH ist eine private, staatlich anerkannte Fachhochschule. Sie bietet englischsprachige Präsenzstudiengänge, duale deutschsprachige Studienprogramme sowie berufsbegleitende und Fernstudienangebote auf Deutsch und Englisch an. Gegründet wurde sie 1998 in Bad Honnef (Nordrhein-Westfalen) , 2000 begann der Lehrbetrieb. Die IUBH Internationale Hochschule bietet rund 80 Bachelor, Master, und Master of Business Administration (MBA)-Studiengänge Die Hochschule betreibt folgende Standorte: Peine, Bad Honnef, Bad Reichenhall, Berlin, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Erfurt, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Mannheim, Nürnberg, München, Stuttgart und Wien. Das Fernstudium bietet zudem Studienzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz an.

Das Bachelorstudium Soziale Arbeit

Das Bachelorstudium Soziale Arbeit vermittelt pädagogisches, psychologisches und rechtliches Wissen und bereitet mit fundierten betriebswirtschaftlichen Inhalten auch auf mögliche Leitungsaufgaben in sozialen Einrichtungen vor. Studenten der Sozialen Arbeit wird der Titel Staatlich anerkannter Sozialarbeiter oder Staatlich anerkannter Sozialpädagoge verliehen. Das Studium dauert an der IUBH sieben Semester.

Offene Studienberatung in Peine

Studienberaterin Maite Rodruguez informiert über duale Studiengänge der IUBH. Quelle: IUBH

An den Dienstagen, 10. und 24. September, sowie 8. Oktober findet in Peine in der Zeit von 14 bis 17 Uhr eine offene Studienberatung statt. Studienberaterin Maite Rodriguez informiert Interessenten über die dualen Studienprogramme der IUBH. Um Anmeldung wird gebeten. Alle Informationen dazu gibt es hier auf der Webseite der IUHB.

„Anfangs war es eine Umstellung im Vergleich zur Arbeit. Aber die Vernetzung untereinander ist perfekt und den Input, den man hier bekommt, kann man in der Praxiszeit gleich umsetzen. Das ist richtig gut,“ sagt Nils Weimann. Ähnlich sieht es Romina Kracik: „Das Ganze hier ist schon vergleichbar mit der Schule, wobei es doch eine große Umstellung ist, eine Woche nur zu lernen und die andere Woche zu arbeiten. Auch in den Semesterferien arbeiten wir bei unseren Praxispartner durch und haben keine Ferien so wie andere Studenten.“ Nicole Bohnensack hat bereits eine Ausbildung hinter sich: „Ich habe vorher im Einzelhandel gearbeitet. Da war es schon eine Umstellung wieder zu lernen. Aber es war die richtige Entscheidung.“

Lesen Sie demnächst im zweiten Teil: Wie viele neue Studenten kommen bald nach Peine, ist ein zweiter Studiengang möglich, und wie empfinden die Praxispartner das duale Studium?

Von Kathrin Bolte

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