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Stadt Peine Klasse 7.5 nimmt an inklusivem Film-Wettbewerb teil
Stadt Peine Klasse 7.5 nimmt an inklusivem Film-Wettbewerb teil
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19:18 07.11.2019
Medienpädagogin Britta Kanabaja (rechts) zeigt den Schülern den Umgang mit der Kamera des Tablets. Quelle: Antje Ehlers
Vöhrum

Klappe und Film ab: So oder so ähnlich war es in einigen Räumen der IGS Vöhrum am Donnerstag zu hören. Der Grund: Die Klasse 7.5 mit ihrer Lehrerin Dr. Manuela Diers hatte fünf Ideen bei Blickwechsel, einem Verein für Medien- und Kulturpädagogik, eingereicht, um am inklusiven Kurzfilm-Wettbewerb „Ganz schön anders – No Limits“ teilzunehmen.

Als eine von 30 Preisträgergruppen unter 133 Teilnehmern hat die Klasse nun zwei Workshops für filmisches Arbeiten und Drehbuch schreiben gewonnen, von denen der erste Workshop am Donnerstag stattgefunden hat. Erarbeitet hat die Klasse die Ideen während des Unterrichts „Freies Lernen“.

„Die Schüler waren ganz schön aufgeregt, schließlich haben sie schon lange an ihren Projekten gearbeitet“, erzählt Dr. Diers, in deren Klasse einige Schüler Förderbedarf haben. Insgesamt habe es fünf Ideen gegeben, von denen nun voraussichtlich vier umgesetzt werden. Die Schüler haben bereits verschiedene Geschichten entwickelt, die sich mit dem Thema Grenzen in unterschiedlicher Form auseinandersetzen, und erste Drehbücher geschrieben. Medienpädagogin Britta Kanabaja, Medienwissenschaftler Tobias Milde und Künstlerin Maria Taebling haben die Schüler einen ganzen Tag lang begleitet und ihnen filmisches Handwerk vermittelt.

Praktische Tipps von den Profis

Wie sollte die Entfernung der Kamera zu den Schauspielern sein? Was gehört ins Bild, und was ist nebensächlich? Wie lange sollte eine Einstellung dauern und wie arbeitet man mit Licht und Entfernung? Diese und weitere Fragen konnten die Schüler mit den Profis klären. „Wir wollen mit dem Projekt zeigen, wie Film funktioniert und den Schülern einen Eindruck hinter die Kulissen geben“, erklärt Britta Kanabaja. Es gehe auch darum, zu erfahren, was die Jugendlichen antreibe, sich mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen.

Die Schüler drehen übrigens nicht mit technisch hochwertigen Kameras, sondern filmen und bearbeiten die Filme mit schuleigenen Tablets. „Die Qualität ist mittlerweile so gut, dass wir die Filme auf großen Leinwänden zeigen können, und im Alltag filmen die Schüler ja auch mit Smartphones sowie Tablets“, meint Tobias Milde.

Den zweiten Workshop führt Drehbuchautor und Dramaturg Andreas Utta durch. Er kommt in zwei Wochen nach Vöhrum, um gemeinsam mit den Teilnehmern die bisher geschriebenen Drehbücher zu überarbeiten.

Einsendeschluss ist Mitte Februar

„Das Besondere an dem Filmwettbewerb ist, dass es sich um ein inklusives Projekt handelt. Schüler mit und ohne Beeinträchtigungen lernen dabei voneinander und erkennen, dass sie eigentlich gar nicht so verschieden sind“, weiß Kanabaja.

Die Geschichten der Vöhrumer drehen sich um Mobbing und Angst, und noch bis Anfang Februar können sie ihre Filme drehen, schneiden und bearbeiten. Bis zum 15. Februar 2020 müssen sie ihre Beiträge mit einer Maximallänge von fünf Minuten einreichen, die besten werden im März auf bei einer großen Film-Gala in Hannover vorgestellt und prämiert. Der Hauptgewinn ist eine Reise nach Berlin mit dem Besuch des Filmparks Babelsberg.

Auch im letzten Jahr hatte sich dieIGS am Wettbewerb beteiligt und ebenfalls die Teilnahme an Workshops gewonnen.

Von Antje Ehlers

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