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Stadt Peine „Hot Stuff“ und der Funke sprang über
Stadt Peine „Hot Stuff“ und der Funke sprang über
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00:18 03.04.2019
Die Kunstschaffenden setzten den Arbeitsalltag im Stahlwerk in ihren Arbeiten um. Quelle: Birthe Kußroll-Ihle
Peine

Große Resonanz bei der Ausstellung „Hot Stuff“ (deutsch: heißes Zeug) im Peiner Stahlwerk. Mehr als 450 Besucher kamen zur zweitägigen Ausstellung der besonderen Art. Rund 30 Kunstschaffende vom Verein Kunst im Peiner Land (KiP) stellten ihre Werke zum Thema aus. Darunter verstanden sie unter anderem einen 280 Gramm schweren aus Schokolade, Chili und Zimt hergestellten Stahl-Träger, einen Dieselfass-Deckel sowie Bilder in Acryl mit den Titeln „Rostige Landschaft“ und „Feuerland“.

70 Werke wurden ausgestellt.

Mehr als 70 der entstandenen Werke der Bildhauer, Maler und Fotografen wurden am Wochenende im Informationszentrum des Stahlwerks ausgestellt. Schon bei der Eröffnung sprang der Funke zu den mehr als 120 begeisterten Besuchern über: Die Sinne der Betrachter wurden stimuliert, der Arbeitsalltag des Stahlwerks mit seinem Menschen und Maschinen lebte auf – sparsam oder dominant umgesetzt, mit Farben, Formen sowie Fantasie, alles stets wirkungs- und eindrucksvoll.

Einige Besucher wurden durch das Werk geführt

Wer Glück hatte, gewann eine Werksführung, die an der Stranggießanlage begann. Im Gesicht wurden etwa 30 Grad Celsius Umgebungstemperatur spürbar. Das war die aufsteigende Strahlungswärme der Träger, die gefertigt werden. „105 Stufen zum Glück“ stand an der Außenwand zur Schrotthalle. Von dort wurde das Material zum Elektroofen transportiert. Eine Raupe fuhr in die glühende Schlacke, der entstandene Staub kratzte im Hals, Rauch umhüllte den Schrottkorb – es zischt, dröhnt, vibriert.

Vorbei ging es an Abgasrohren, fast süßlicher Geruch durch feuerfestes Material erfüllte die Luft. Die Stahlwerker produzieren im Fünf-Schichten-System – 24 Stunden, sieben Tage.

Ahrens und Effenberger hatten die Idee zur Ausstellung

Die Idee zu der Ausstellung kam den Initiatorinnen Britta Ahrens und Sabine Effenberger nach dem Besuch des Kulturinvestkongresses in Berlin. Gabriele Handke vom Betriebsrat der Peiner Träger „zog die Strippen an den richtigen Stellen“, freute sich Ahrens bei der Eröffnung. „Das Stahlwerk prägt immer noch das Stadtbild. Wir finden es großartig. Es ist etwas Besonderes, und wir möchten das auch Menschen mit Hilfe der Kunst vermitteln“, sagte Effenberger.

Peiner Percussions umrahmten die Veranstaltung

Welche Details die Künstler interessiert hätten, etwa die staubigen Fenster, darüber sei sie „total überrascht“ gewesen, berichtete Handke. Wer eine Führung gewinne, könne sich geschätzt fühlen, denn Besuchergruppen im Stahlwerk seien nicht alltäglich. Für außergewöhnlich handgemachte Musik sorgte die Peiner Percussions Combo der Kreismusikschule um Sven Trümper, die mit Sänger Simon Köhler die Stimmung einfing.

So sah es bei der Vernissage aus:

Von Birthe Kußroll-Ihle

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