Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Die BGE in Peine wächst mit ihren Aufgaben
Stadt Peine Die BGE in Peine wächst mit ihren Aufgaben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:00 21.07.2019
BGE-Geschäftsführer Stefan Studt an seinem Arbeitsplatz. Quelle: Jan Tiemann
Peine

Emsiges Treiben in den Büros und auf den Fluren: Bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) an der Eschenstraße in Peine ist zurzeit vieles in Bewegung – und das betrifft nicht nur den Umzug in den neuen in Modul-Bauweise errichteten Bürotrakt.

Gut 50 Mitarbeiter kommen dort unter. „Ein zweiter Modulbau für weitere rund 50 Mitarbeiter soll 2020 folgen und mittelfristig ist der Bau eines vierten T-Flügels geplant, der nochmals Platz für 150 Arbeitsplätze schafft“, erläutert Stefan Studt, Vorsitzender der BGE-Geschäftsführung.

Unternehmen wächst mit seinen Aufgaben

Das Unternehmen wächst mit seinen Aufgaben und braucht Platz: Seit April 2017 ist die BGE als verantwortlicher Betreiber der Endlagerprojekte Schacht Konrad und Morsleben sowie der Schachtanlage Asse tätig. Wichtige Aufgaben sind der gesetzliche Auftrag der Standortsuche für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle und die Rückholung der 126 000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Müll aus der Asse.

„Die BGE ist mit Freude hier in Peine, setzt auf nachhaltige Unternehmensentwicklung und will diese auch mit ihrer Bautätigkeit dokumentieren“, sagt Studt. Gut 20 Millionen Euro investiert das bundeseigene Unternehmen in diesem Bereich.

Bei der BGE in Peine ist zurzeit vieles in Bewegung. Das Unternehmen wächst mit seinen Aufgaben und braucht Platz.

Der Geschäftsführer verweist auch auf die Tochter BGE Technology, die wegen des Raummangels eine Etage im Sparkassengebäude an der Beethovenstraße belegt. Sie soll zurück an die Eschenstraße kommen. „Zentraler Firmensitz ist Peine, aber die anderen Standorte in Salzgitter, Wolfenbüttel, Remlingen oder Morsleben haben wir natürlich auch im Blick“, betont Studt.

Ein wichtiger Prozess ist jetzt abgeschlossen worden: Nach der rechtlichen Verschmelzung der Betriebsgesellschaften Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) und der Asse GmbH sowie Teilen des Bundesamtes für Strahlenschutz ist seit Anfang diesen Monats jetzt auch die organisatorische Neuaufstellung abgeschlossen. Somit sei die Organisation klar gegliedert und das „schafft Transparenz nach innen und außen“.

Transparenz

Und auf Transparenz legt Studt großen Wert. Das Unternehmen will sich stärker als bisher nach außen öffnen, sucht den Dialog, bietet Unternehmensführungen und Informationsveranstaltungen an.

„Wir haben eine bunte Mischung aus qualifizierten Arbeitsplätzen“, sagt Studt. „Ich habe persönlich ein großes Interesse daran, die jungen Leute zu erreichen, auch um sie als neue Mitarbeiter zu gewinnen, die langfristig den Kompetenzerhalt sichern. Und: Alle unsere Azubis haben wir übernommen“, wirbt der Geschäftsführer.

Das ist die BGE

Die BGE mit Hauptsitz an der Eschenstraße in Peine wurde im Juli 2016 gegründet, das bundeseigene Unternehmen entstand durch einen Zusammenschluss der Endlagerfachbereiche des Bundesamts für Strahlenschutz sowie der Betriebsgesellschaften Asse-GmbH und Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE). Die BGE ist vom Bund mit den Aufgaben im Bereich der Endlagerung radioaktiver Abfälle beauftragt. Seit April 2017 ist die BGE als verantwortlicher Betreiber der Endlagerprojekte Schacht Konrad und Morsleben sowie der Schachtanlage Asse tätig. Weiter Aufgabe ist die Standortsuche für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle. Die BGE hat etwa 1900 Mitarbeiter an sieben Standorten. Am Standort Peine sind etwa 500 Menschen beschäftigt. Das Unternehmen finanziert seine Arbeit teilweise über einen staatlich verwalteten Fonds, in den die Energieversorger rund 24 Milliarden Euro eingezahlt haben und teilweise über Steuergeld.

„Der Atomausstieg ist richtig“

Transparenz ist für die BGE aber auch noch aus einem anderen Grund wichtig: Es gelte, in der Bevölkerung Vertrauen, Akzeptanz und Respekt zurück zu gewinnen. Studt: „Der Atomausstieg ist richtig, aber wir machen ihn erst möglich, indem wir uns um das Thema Endlagerung kümmern.“

Asse-Räumung beginnt 2033

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) will in 14 Jahren mit der Bergung der radioaktiven Abfälle aus dem maroden Atommülllager Asse im Kreis Wolfenbüttel beginnen. Nach jetziger Planung starte 2033 die Rückholung der rund 126 000 Fässer, sagte BGE-Sprecherin Monika Hotopp in Peine dem Evangelischen Pressedienst. In demselben Jahr müsse auch die dafür nötige Bergtechnik zur Verfügung stehen, fügte Hotopp hinzu. An der Entwicklung der Maschinen und Geräte werde bereits gearbeitet. Ein unterirdisches Atommülllager ist bislang noch nirgendwo auf der Welt leer geräumt worden.

Von Jan Tiemann

Mit viel Kreativität erschaffen gerade Teilnehmer an einem Kunstprojekt eine „andere Welt“ in der Citygalerie. Sie wird nach Fertigstellung begehbar sein. Viele Jugendliche machen mit.

21.07.2019

Eine erfolgreiche Kontrolle führten Polizeibeamte bei einem Polo-Fahrer durch. Der Mann war unter dem Einfluss von Drogen unterwegs.

21.07.2019

Während sich eine 15-Jährige mit ihrem Handy beschäftigte, riss ihr ein Mann das Gerät aus der Hand. Die Polizei bittet um Hinweise.

21.07.2019