Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Hitzeopfer: Mit dem Hitzschlag in die Notaufnahme
Stadt Peine Hitzeopfer: Mit dem Hitzschlag in die Notaufnahme
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:43 11.07.2019
Notaufnahme: Hier kann man nach einem Hitzschlag landen. Quelle: Tim Schaarschmidt
Peine/Gifhorn/Wolfsburg

Der Körper erhöht die Herzfrequenz, um mit dem Blut Wärme abzutransportieren, und er schwitzt, um Verdunstungskälte zu erzeugen. So erläutert Dr. Stefan Sudmann, Chefarzt für Notfall- und Akutmedizin am Helios Klinikum in Gifhorn, die Reaktion des menschlichen Körpers auf extreme Hitze.

„Aber gerade die Kombination aus erhöhter Herzfrequenz und Flüssigkeitsverlust bereitet vielen Menschen Probleme und kann bis hin zu lebensbedrohlichen Situationen führen.“ Folge: Allein in der ersten Hitzewelle des Sommers haben etwa ein Dutzend Patienten die Notaufnahme aufgesucht.

Alarmsignale sind laut Sudmann: „Trockene Schleimhäute, stehende Hautfalten und reduzierte Schweißproduktion (trockene Achselhöhlen). Das Spektrum der Symptome reicht von Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Benommenheit, Verstopfung, Teilnahmslosigkeit und Kreislaufproblemen bis hin zu Krampfanfällen, Verwirrtheit und akutem Nierenversagen.“

Umfrage: Was für ein Hitzetyp sind Sie?

Sowohl Sudmann als auch Prof. Dr. Nils Homann, Chefarzt der Klinik für Magen-Darm-Erkrankungen im Klinikum Wolfsburg, empfehlen dringend, die Mittagshitze zu meiden, Schatten aufzusuchen und vor allem viel zu trinken. Dabei sei an Zucker, Salz und Mineralstoffe zu denken, weil durch das Schwitzen Elektrolyte verloren gehen. Beide Mediziner empfehlen Apfelsaftschorlen. Sport sei zwar gut für die Gesundheit, sollte aber morgens oder abends stattfinden.

Homann bittet auch, auf Menschen im eigenen Umfeld zu achten „wie Säuglinge, Kleinkinder sowie ältere Personen mit Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen oder an Demenz Erkrankte, die eventuell nicht die Tipps beherzigen können“.

Die Kliniken reagieren auch in den eigenen Räumen, so Sudmann. „Im Helios Klinikum Gifhorn befinden sich auf allen Ebenen Trinkwasserspender, an denen sich Patienten, Besucher und Mitarbeiter jederzeit und unbegrenzt bedienen können.“ Einige Teilbereiche des Klinikums seien mit Klimaanlagen, Deckenkühlung oder einer speziellen Fußbodenkühlung ausgestattet.

Die restlichen Räume des Gebäudes belüfte eine spezielle Verdunstungskühlung. „Dadurch kann die Raumtemperatur um bis zu acht Grad Celsius im Haus verringert werden, wenn alle Fenster geschlossen bleiben.“

Hitzetipps von der DLRG: Bloß nicht volle Pulle ins Wasser

Von Dirk Reitmeister

Die Sommerferien laufen, und die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Jeder Mensch hat seine eigenen Methoden mit solchen Temperaturen umzugehen. Was machen Sie, wenn es wieder so heiß wird?

11.07.2019

Erhöhte Nitratwerte bei Brunnenwasserproben sind normal. Dies zumindest sagt Kreislandwirt Wilfried Henties und reagiert damit in einer Stellungnahme auf die Ergebnisse des VRS Gewässerschutzes, die am Dienstag vorgestellt wurden.

11.07.2019

Peiner Bürgerschaffer und Polizei ziehen eine positive Freischießen-Bilanz: Die Beamten mussten bei einem größeren Einsatz zwar 50 Streithähne trennen, aber ansonsten war alles relativ ruhig. Unter dem Strich lautet das Fazit: „Es war ein schönes Freischießen, und die Peiner haben friedlich gefeiert.“

10.07.2019