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Stadt Peine Historische Tour mit vielen Gästen durch Peine
Stadt Peine Historische Tour mit vielen Gästen durch Peine
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06:00 25.03.2019
Jens Koch (vorne) gab eine historische Führung durch Peine.
Jens Koch (vorne) gab eine historische Führung durch Peine. Quelle: Lara Krämer
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Peine

Bei dieser Tour ging es durch die Peiner Altstadt. Beginn war im Hof des Amtsgerichtes. Dort erklärte Koch den Teilnehmern der Führung einiges über die mittelalterliche Burg, die sich einst dort befand. Diese galt lange als nicht einnehmbar, da sie sehr gut befestigt war. „Bei einem Angriff war die einzige Möglichkeit für Angreifer über den Gröpern zu kommen, da die Burg ansonsten von Sümpfen umgeben war, die kaum passierbar waren“, erklärte Koch und fügte hinzu: „Der Bevölkerung blieb dann nichts anderes übrig, als in die Burg zu fliehen und sich dort zu verschanzen.“ Dort seien sie in Sicherheit gewesen.

Blick auf die alte Mauer der mittelalterlichen Peiner Burg. Quelle: Lara Krämer

Während der Hildesheimer Stiftsfehde von 1519 bis 1523 war die Peiner Burg mehrfach von den braunschweigischen Truppen belagert. „Wir haben bei Ausgrabungen Kanonenkugeln und Brandbomben, die darauf hinweisen, dass der Turm am Tor beschossen wurde. Die Burg wurde damals schwer beschädigt. Eingenommen werden konnte sie aber nicht“, so Koch. Dies sei erst im Dreißigjährigen Krieg gelungen. „Dafür haben sie gerade einmal drei Tage gebraucht“, sagte Koch.

Altes Torhaus

Weiter ging die Tour in den Burgpark. Dort wurde zunächst am alten Torhaus haltgemacht. „Wir haben damals bei der Ausgrabung Reste von Pfeifen, Flaschen in denen Alkohol war und kleine Medizinfläschchen gefunden“, berichtete Koch. Die Torwächter hätten trotz Rauch- und Alkoholverboten sehr ungesund gelebt, sagte der ehemalige Museumsführer.

Wo kamen Sandsteine her?

Die nächste Station war die alte Burgmauer. Dort sollten die Teilnehmer Ausschau nach Steinmetz-Zeichen halten. „Die Sandsteine kamen in großen Blöcken aus dem Steinbruch und wurden erst vor Ort von den Steinmetzen in ihre endgültige Form gebracht.“ Von wo die Steine für die Peiner Burg kämen sei noch nicht ganz geklärt. In Frage komme aber der Fissenberg-Sandsteinbruch bei Klein Eddesse. „Von dort stammt auch der Stein für das Celler Schloss und für etliche Kirchen in der Region“, sagte Koch. Die Tour endete am historischen Marktplatz, wo Koch noch Informationen zur St.-Jakobi-Kirche gab.

Von Lara Krämer