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Stadt Peine Hilfe für Christian: Große Typisierungsaktion in Woltorf
Stadt Peine Hilfe für Christian: Große Typisierungsaktion in Woltorf
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18:02 23.08.2018
Sucht einen Stammzellenspender: Christian Meyer aus Woltorf (Mitte) und seine Eltern. Quelle: privat
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Woltorf

Am Freitag werden Retter gesucht: In der Sporthalle in Woltorf, Im Westerfelde 4, können sich zwischen 14 und 18 Uhr Interessierte bei der DKMS als Stammzellenspender registrieren lassen. Der zwölfjährige Christian Meyer aus Woltorf ist an Blutkrebs erkrankt und sucht dringend einen passenden Spender.

Alle 15 Minuten erhält in Deutschland ein Patient die erschütternde Diagnose Blutkrebs. Nur ein Drittel aller Blutkrebspatienten findet innerhalb der Familie einen passenden Spender, alle anderen sind meist auf Stammzellen ihres sogenannten „genetischen Zwillings“ angewiesen, der weltweit gesucht wird.

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„Die Hoffnung ist natürlich groß, dass wir bei der Aktion einen passenden Spender für Christian finden“, sagt seine Tante Anja Meyer. „Aber auch, wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, sind die Registrierungen nicht umsonst. Auf der ganzen Walt warten so viele Krebspatienten auf einen passenden Spender. Auch sie können von dieser Aktion profitieren.“

Motto: „Christian sucht Helden!“

Unter dem Titel „Christian sucht Helden!“ findet der Aktionstag in Christians Heimatort Woltorf statt. Dort ist der Schüler in der Handball- und Fußballmannschaft aktiv, dort lebt er mit seiner Familie. Derzeit steht Christian in einem Krankenhaus in Braunschweig seinen zweiten Block der Chemotherapie durch. „Es ging ihm zwischenzeitlich ganz gut, aber jetzt kommen wieder die ganzen Nebenwirkungen der Chemo durch“, erzählt Anja Meyer.

Vom Krankenhausbett aus verfolgt der Zwölfjährige die Aktionen und die große Anteilnahme in Peine. „Wir zeigen ihm jeden Zeitungsartikel. Wir sind alle sind sehr glücklich und dankbar, dass uns so viele Menschen unterstützen. Das ist unglaublich“, sagt Meyer.

Gemeinsam mit vielen Helfern hat sie den Aktionstag in Woltorf organisiert. Es wird Kuchen, Kaffee und kühle Getränke geben – vieles davon gespendet. Und auch der Kindergarten hat sich für Christian eine besondere Aktion einfallen lassen. „Er wird bunte Luftballons in den Himmelsteigen lassen“, sagt Meyer – ein farbenfrohes Zeichen, das Hoffnung geben soll.

Von Janine Kluge