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Stadt Peine Hertie-Brache: „Beginn der Abrissarbeiten 2020 ist ein ehrgeiziges Ziel“
Stadt Peine Hertie-Brache: „Beginn der Abrissarbeiten 2020 ist ein ehrgeiziges Ziel“
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20:00 03.12.2019
Einer der beiden Eingänge des Edeka-Centers: Im Außenbereich wird es auch Sitzmöglichkeiten geben. Quelle: Architekturbüro Dipl.-Ing. B. Krischke
Peine

Edeka kommt in das Lindenquartier – das ist die gute Nachricht. Die Eröffnung des Supermarktes ist aber erst für 2022 vorgesehen – viele, vor allem ältere Menschen fragen sich, warum das Projekt an der Lindenstraße so lange Zeit braucht. Nach der Schließung des Nahkaufs in der City-Galerie haben sie Probleme, sich mit Produkten des täglichen Bedarfs zu versorgen.

Edeka kommt, andere sollen folgen. Die frühere Hertie-Brache in Peine weicht dem Lindenquartier.

„Zunächst sind die in der Phase der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans vorgebrachten Hinweise von Anliegern sowie von Trägern öffentlicher Belange, Anregungen und Bedenken ordnungsgemäß zu bewerten und bearbeiten“, erklärt Stadtsprecherin Petra Neumann das Vorgehen im Lindenquartier. Dann muss der Bebauungsplan als Satzung vom Rat der Stadt Peine beschlossen werden. „Erst wenn diese Rechtssicherheit hergestellt ist, wird der Abriss vom dafür verantwortlichen Investor THI Holding geplant und ein Bauantrag gestellt.“

Satzungsbeschluss im Frühjahr 2020

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei die Bauleitplanung so weit vorangeschritten, dass im ersten Quartal 2020 der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan gefasst werden kann und dass der Investor den Bauantrag anschließend einreichen wird.

„Da das neue Lindenquartier gänzlich andere Gebäudestellungen als die vorhandene Hertie-Brache haben wird und somit die Ver- und Entsorgungsleitungen – Strom, Fernwärme, Gas, Trinkwasser, Telekommunikation, Schmutz- und Regenwasser – im gesamten Planungsgebiet neu geplant und zu erheblichen Teilen umgelegt werden müssen, bedarf schon der Ablauf der Abbrucharbeiten umfangreicher Planungen und Vorbereitungen“, erläutert Neumann. Denn schließlich müssten die meisten Leitungen während der Abbruch- und der Neubauphase in Betrieb bleiben, da von ihnen auch Teile des weiteren Stadtgebiets erschlossen sind.

„Unter Berücksichtigung dieser Vorarbeiten sowie von notwendigen Prüf- und Bearbeitungszeiten ist der Beginn der Abrissarbeiten im vierten Quartal 2020 ein ehrgeiziges Ziel, das für den Investor und seine Planer kaum früher zu erreichen sein wird“, betont Neumann.

Versorgungsprobleme: „Bedarf ist da“

Zu den Versorgungsproblemen von älteren Menschen in der Innenstadt äußert sich Christian Axmann, Geschäftsführer der Gerhard-Lucas-Meyer-Stiftung: „Der Bedarf ist da, das haben wir erkannt.“ Die Stiftung hat unter anderem die Unterbringung und Betreuung bedürftiger alter Menschen aus der Stadt Peine und der näheren Umgebung zum Zweck. „Wir sehen uns da in der Pflicht“, betonte Axmann. Das Thema sei im Vorstand auf der Tagesordnung, und es werde über Lösungsmöglichkeiten beraten. Wie diese aussehen könnten, ließe sich zu jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht sagen. Die Senioren selbst hatten für die City einen vorübergehenden Tante-Emma-Laden ins Gespräch gebracht.

Von Jan Tiemann

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