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Stadt Peine „Hautnah“: Ron Williams blickt auf sein Leben zurück
Stadt Peine „Hautnah“: Ron Williams blickt auf sein Leben zurück
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00:18 03.05.2019
Ron Williams (r.) überzeugte mit seinem persönlichen Programm die Gäste in den Festsälen. Quelle: Hendrik Götze
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In den Festsälen vor rund 300 Gästen sprach Williams sehr persönlich aus seinem Leben. Die Show wurde auch musikalisch, Williams sang – begleitet vom Jörg-Seidel-Trio mit Jörg Seidel an der Gitarre, Markus Minarik am Piano sowie Alex Meik am Kontrabass – mit seiner souligen Stimme viele Songs, die ihm etwas bedeuten.

Das Publikum in den Festsälen. Quelle: Hendrik Götze

Der Abend begann mit dem Song „Stand by me“, und schon hatte er das Publikum für sich gewonnen, das direkt mitklatschte. Williams wurde 1942 in Kalifornien geboren. Er sprach über seine Kinder- und Jugendzeit und die vielen Heimaufenthalte, aber auch über die glücklichste Zeit seiner Jugend, anderthalb Jahre war er in New York. Dazu passte ein Lied über „Lady Liberty“, die Freiheitsstatue. Williams schaffte es mit seiner tiefen Stimme und dem Soul des Trios immer wieder, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Er erzählte eindringlich von seiner Zeit bei den Siebenten-Tags-Adventisten, einer Freikirche „die es einem weltoffenen interessierten Jungen nicht leicht macht, sich zu entwickeln und auszuprobieren“.

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Seine Zeit als Militärpolizist

Dazu gab er intensiv den „Preacherman“, er ging durch die Reihen des Saals wobei das Publikum am Ende auf sein „Halleluja“ konsequent mit „Amen“ antwortete. Williams sprach auch anschaulich über die Zeit, als er als Militärpolizist erfahren musste, dass Alltagsrassismus damals an der Tagesordnung war. Er kam nach Deutschland und wurde in der Kaserne in Stuttgart direkt als Radio-Moderator beim US-Sender AFN eingesetzt. Er begann zu singen und wurde der erste farbige US-Kabarettist in Deutschland. Er warnte vor Teufeln in der Politik, die sich gerade auch in einigen europäischen Ländern ausbreiten und US-Präsident Donald Trump nannte er nur den „Make America hate again-Trottel“.

Großer Applaus

Nach weiteren intensiven Geschichten endete der Abend unter großem Applaus mit „Heaven help us all“ von Stevie Wonder. Abschließend versprach Williams noch, dass er irgendwann mit „Hautnah 2“ wiederkommt und dann den Rest seiner Lebensgeschichte erzählt. Peine freut sich darauf.

Von Hendrik Götze