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Stadt Peine Grüne: „Schwangere im Kreis Peine massiv unterversorgt“
Stadt Peine Grüne: „Schwangere im Kreis Peine massiv unterversorgt“
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16:00 29.05.2019
Machen sich für Schwangere stark (v.l.): Heiko Sachtleben, Meta Janssen-Kucz und Doris Meyermann. Quelle: Grüne
Peine

Die Gynäkologie mit Kreißsaal in Peine geschlossen, die Krankenhäuser Braunschweig und Hannover weisen Schwangere wegen Überfüllung ab und die örtlichen Hebammen bieten erst wieder Termine für Februar 2020 an – „gute Bedingungen für Schwangere in unserem Landkreis mit den vielen Neubaugebieten sehen anders aus“, lautet das Fazit der Kreistagsfraktion der Grünen.

Diskussion über Geburtshaus

In Zukunft müsse noch weiter diskutiert werden, beispielsweise über ein Geburtshaus, das die örtlichen Hebammen mangels Kapazitäten und fehlender naher Klinikversorgung zurzeit ablehnen. Sie fordern vernünftige Perspektiven und auskömmliche Bezahlung für ihre Leistungen.

Hebammenzentrale

Geprüft werden soll eine Hebammenzentrale mit Sprechstunden für Schwangere und Unterstützung bei der Suche nach Hebammen, Beratungsangeboten für Hebammen und einem Eltern-Kind-Café, angesiedelt an einem zentralen, neutralen Ort. „Hebammen fallen damit nicht vom Himmel, Nachwuchskräfte könnten allerdings mit dieser festen Struktur und einer möglichen Förderung ihres Studiums gewonnen werden“, sind die Grünen überzeugt.

Der Landkreis Gifhorn habe Anfang des Monats seine Hebammenzentrale im Frauenzentrum eröffnet. Die Grünen-Kreistagsfraktion werde diesen Prozess im Landkreis Peine unterstützen.

Praktikums-Plätze

Die Grünen-Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz erinnert zudem an die durch die Akademisierung der Hebammenausbildung erforderlichen Praktikums-Plätze. „Hierdurch kann es auch zum Verbleib im Landkreis kommen und damit die Hebammenversorgung im ländlichen Raum verbessert werden“, betont die gesundheitspolitische Sprecherin.

Unklar bleibe auch der Fortbestand des Peiner Krankenhauses insgesamt. Durch die von Staatssekretär Heiger Scholz angedeutete Herabstufung auf Krankenhaus der Grundversorgung mit Chirurgie und innerer Medizin mit entsprechend wenigen Bettenanzahl bestehe die Gefahr, ganz geschlossen zu werden.

„Mensch bleibt auf der Strecke“

„Der Mensch bleibt bei der jetzigen Bedarfsplanung auf der Strecke. Wir fordern eine echte, kleinräumigere Versorgungsplanung für Niedersachsen. Neue Parameter sind dafür nötig, zum Beispiel die praktische Erreichbarkeit – und das nicht nur mit eigenem Pkw.

Peine sollte Regelkrankenhaus behalten

Peine sollte ein Regelkrankenhaus behalten und dazu gehört eine Gynäkologische Station mit Kreißsaal“, fordert Janssen-Kucz. Außerdem empfiehlt sie, eine Rekommunalisierung nach Vorlage der Gutachten ernsthaft zu prüfen.

Landkreis in der Pflicht

Der Landkreis Peine ist verantwortlich für die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung mit Krankenhauskapazitäten. „Wir sehen den Landkreis in der Pflicht, möglicherweise mit eigenen finanziellen Mitteln ein Regelkrankenhaus zu unterstützen. Allerdings werden wir zunächst die Gutachten abwarten und genau prüfen, denn Steuergelder verbrennen für eine Einrichtung, der jede Zukunftsperspektive und damit die Zuweisung von Krediten abgesprochen wird, dürfen wir nicht“, führen die Kreistagsabgeordneten Doris Meyermann und Heiko Sachtleben unisono aus.

Von Jan Tiemann

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