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Stadt Peine Großer PAZ-Rummeltest: Das kann der Festplatz
Stadt Peine Großer PAZ-Rummeltest: Das kann der Festplatz
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00:16 08.07.2019
Ein Amerikaner erobert das Peiner Freischießen: Eric Rogers aus Detroit. Quelle: Mara-Ann Meeuw
Peine

Korporationen, Proklamationen, Umzüge und Bälle – das Peiner Freischießen ist äußerst vielfältig. Für viele Peiner gilt jedoch der alte Satz von Fußball-Legende Alfred „Adi“ Preißler: Entscheidend is auf’m Platz.

Deshalb ist die PAZ am Freischießen-Freitag gleich mal über den Rummel gebummelt – und das nicht alleine, sondern mit einem ganz besonderen Gast: Eric Rogers (30) aus Detroit – dem Amerikaner in den Reihen des Corps der Bürgersöhne, der nach dem PAZ Artikel samt Titelseitenfoto am Dienstag schon eine kleine Berühmtheit in der Fuhsestadt ist. Und der zeigt sich von der ganzen Atmosphäre des Festes der Feste an der Fuhse begeistert.

„Die Tradition der Schützenfeste und besonders des Freischießens in Peine – das ist einzigartig Deutsch“, sagt Rogers, nach dem obligatorischen Härke-Bier zum Start des Platzbummels. „Die Fahrgeschäfte findet man bei uns auch auf Volksfesten, aber dass eine gesamte Stadt dicht gemacht wird, um bei so einem Fest zusammenzukommen, das ist das unvergleichbar Spannende und Besondere.“

Eric Rogers (2.v.l.) steht Kopf beim Peiner Freischießen 2019. Quelle: Mara-Ann Meeuw

Dass beim Freischießen die Bewohner sich gemeinsam der Feierlichkeiten erfreuen sei ein unverkennbares Zeichen der Peiner Gemeinschaft. Rogers: „Es ist eine Zeit, in der sich die Menschen die Zeit nehmen, etwas zusammen zu machen, etwas für Peine zu tun und zusammen glücklich zu sein. Das finde ich einfach klasse.“

Der Gast aus Detroit entpuppt sich beim Rummelbummel nicht nur als aufgeschlossen und spontan, sondern auch als echter Adrenalinjunkie. So probiert er gleich die beiden neuen Attraktionen mit Freuden aus – die „Crazy Mouse“ und das „Hurricane“. „Das hat echt Spaß gemacht, aber zu viel sollte man vorher nicht trinken“, lacht er mit leicht wackeligen Beinen. Nach so viel Spannung braucht man Verpflegung – und davon gibt es auf dem Freischießen reichlich und vor allem schmackhaft.

An jedem Stand entdeckt Rogers etwas für ihn Neues. „Ich habe noch nie Liebesäpfel probiert. Aber ein Lebkuchenherz von vergangenem Jahr hängt bei mir schon an der Wand.“

Nach dem langen Flug und der Zugfahrt nach Peine freut sich der 30-Jährige vor allem auf eines: ein Brötchen mit Haxe von Modes Heideschinken. „Das schmeckt ausgezeichnet. Super lecker. Schade, dass ich es nicht mit nach Detroit nehmen kann“, bedauert der Amerikaner.

Das Freischießen 2019 – Festplatzstimmung mit dem „Peiner auf Zeit“: Eric Rogers aus Detroit

Zum dritten Mal ist Rogers nun in der Fuhsestadt, um Freischießen zu feiern – doch was fasziniert ihn eigentlich so? „ Es sind die Leute, die mich immer wieder hierher zurückziehen“, sagt Rogers gut gelaunt, „Ich freue mich darauf, auch dieses Jahr wieder mitzufeiern.“

Dabei wird es ein besonderes Jahr für den Amerikaner – denn er wird offiziell bei den Junggesellen des Corps der Bürgersöhne aufgenommen, mitsamt Bühnenspielchen, Schuhe klauen und dem berühmt berüchtigten Troll-Trunk – Knoblauchschnaps. „Da graut es mir vor, die können dann ja riechen, dass ich neu bin. Aber wenn es Tradition ist, mache ich es.“

Apropos Tradition – ein Platzbummel ist auf jeden Fall gute Tradition beim Freischießen. Und gestärkt mit Bier und Haxe geht es für Rogers mutig weiter in „The King“, dem Fahrgeschäft mit Kopfüber-Aussicht auf den Festplatz. „Das war richtig gut! Mal sehen ob ich mich noch einmal traue“, sagt er mit einem Lachen.

Zeit hat der charmante US-Boy, denn er bleibt für das gesamte Freischießen hier, bis es am Mittwoch für ihn wieder in die Heimat geht. Aber sicher nicht für lange, denn das nächste Freischießen kommt bestimmt. Und damit der nächste Platzbummel mit dann sicherlich vielen neuen Attraktionen und Leckereien.

Von Mara-Ann Meuuw

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