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Stadt Peine Große Resonanz auf #supportyourlocal: Viele Peiner Händler sind schon dabei
Stadt Peine Große Resonanz auf #supportyourlocal: Viele Peiner Händler sind schon dabei
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19:00 26.03.2020
#supportyourlocal: Wolfgang van Heesch vom Weltladen Peine beim Packen bestellter Ware für den Lieferservice. Quelle: Privat
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Peine

Erfolgreich angelaufen ist die PAZ-Aktion #supportyourlocal: Zahlreiche Geschäftsleute und Händler aus der Region haben sich bereits in dem Online-Verzeichnis eingetragen und dort angegeben, welchen Service trotz Ladenschließung oder anderer Einschränkungen sie jetzt noch anbieten und wie sie aktuell erreichbar sind. Ein Angebot, das bereits von vielen Peinern angenommen wird. Hier berichten vier Geschäftsleute, warum sie bei der Aktion mitmachen und wie sie mit der Corona-Krise umgehen.

Carina Voß, Geschäftsführerin von „Stoffberge“, hat schon viel positives Feedback bekommen. „Von der Möglichkeit, uns per E-Mail oder über Facebook zu kontaktieren und zu bestellen, machen schon viele Kunden Gebrauch. Zusätzlich gebe es Unterstützung für den Laden durch den Verkauf von Gutscheinen. „Ich bin mal gespannt, wie das in den nächsten Tagen weitergeht“, sagt Voß. So oder so, den Kopf hängen lassen, möchte sie nicht. Im Gegenteil: Die Geschäftsführerin plant bereits, einen Online-Shop auszubauen. Aktuell hat sie auch noch viel zu tun, weil Ärzte und Praxen Stoffe für die Herstellung von Mundschutzen bestellten. Sie selbst bietet und fertigt auch genähten Mundschutz an.

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In der Innenstadt fehlt die Laufkundschaft

Noch geöffnet haben darf der Zeitschriften- und Tabakladen von Peter Beismann in der Fußgängerzone. Die Nachfrage hat bei ihm in den vergangenen Tagen trotzdem deutlich nachgelassen. „Die Laufkundschaft fehlt“, sagt Beismann. Kein Wunder, da die meisten übrigen Geschäfte ringsherum geschlossen haben. In der Not versucht sich auch der Geschäftsmann zu behelfen, in dem er einen Lieferservice für seine Kunden anbietet. Diejenigen, die noch in den Laden kommen, sagen zu ihm häufig: „Schön, dass Sie noch auf haben.“ Beismann sagt: „Für den Handel ist es eine schlimme Zeit, aber wir haben die Hoffnung noch nicht verloren. Zur Sicherheit für Kunden und Personal hat er am Verkaufstresen übrigens eine Schutzscheibe aufgestellt. Die Aktion #supportyourlocal findet er sehr gut: „Wir Händler brauchen jetzt jede Unterstützung.

Kontakt per Telefon oder E-Mail

Bei der Versicherungsagentur von Kai Pfitzner läuft der Betrieb derzeit ausschließlich über E-Mail und Telefon. „Vor-Ort-Termine können und dürfen wir momentan nicht machen“, so der Versicherungsexperte. Die Agenturen sind für den Kundenverkehr geschlossen. Arbeit gibt es dennoch: „Einbrüche und Unfälle passieren trotz Corona – und da sind wir gefragt.“ Noch seien die Umsatzeinbußen zu kompensieren, doch für Kollegen in der Versicherungsbranche, die ausschließlich von Neuabschlüssen leben, werde es schon schwieriger. „Die PAZ-Aktion ist eine gute Möglichkeit, unseren Kunden zu zeigen, dass wir in der Krise auch weiterhin für sie da sind.“

Ältere Menschen nutzen Lieferservice

Von den Geschäftsschließungen in der City betroffen ist natürlich auch der Weltladen, der fair gehandelte Produkte anbietet. Um weiterhin die unter hohen Umsatzeinbußen leidenden Produzenten in den ärmeren Ländern unterstützen zu können, bietet er ab sofort auch einen Lieferservice an. „Wir haben schon zahlreiche Bestellungen ausgeliefert“, freut sich Wolfgang van Heesch vom Weltladen-Verein. Durch den Eintrag in das PAZ-Online-Verzeichnis erhofft er sich noch mehr Resonanz auf das Lieferservice-Angebot, das vor allem von älteren Menschen, die zur Risikogruppe zählen, und nicht mehr raus sollen, schon gut angenommen werde.

Eine Übersicht über alle teilnehmenden Geschäfte gibt es auf der PAZ-Internetseite paz-online.de/deinpeine. Dort können sich Geschäftsleute auch in das Online-Verzeichnis eintragen – kostenlos.

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Von Michael Lieb