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Stadt Peine Giftköder in Vöhrum: Peta bietet Belohnung zur Aufklärung
Stadt Peine Giftköder in Vöhrum: Peta bietet Belohnung zur Aufklärung
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15:42 02.12.2019
Symbolbild: In einem Garten in Vöhrum wurden vermutlich Giftköder gefunden. Quelle: Archiv
Peine

Am Wochenende hat man die Peiner Polizei nach Vöhrum zu einem möglichen Giftköderfund gerufen. Im Garten eines dortigen Reihenhauses fanden Bewohner Fleischbällchen, die mit einer noch unbekannten, bläulichen Substanz präpariert waren. Jetzt hat sich die Tierschutzorganisation Peta eingeschaltet: Sie bietet für Hinweise, die zu einer schnellen Aufklärung führen, eine Belohnung in Höhe von 500 Euro.

Giftköder auch gefährlich für Kinder

„Sollte der Unbekannte tatsächlich Giftköder in dem Garten ausgelegt haben, um damit Hunden zu schaden, so muss er gefunden werden, bevor noch Vierbeiner verletzt oder getötet werden“, sagt Judith Pein im Namen von Peta. Derartige Täter zu überführen sei oft schwierig, da sie agieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen.

Symbolbild: Giftköder, Fleischbällchen mit Rattengift, Quelle: Archiv

Deshalb könne es in solchen Fällen auf den noch so unwichtig erscheinenden Hinweis ankommen. „Mit unserer Belohnungs-Auslobung wollen wir die Arbeit der Polizei unterstützen sowie Tierhalter für das Thema sensibilisieren und warnen. Der Täter muss sich darüber im Klaren sein, dass mit gefährlichen Stoffen präparierte Köder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch für Kinder lebensbedrohlich sein können“, betonte Pein.

Tierquälerei ist strafbar

Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte seien sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

Um die Tat aufzuklären und den mutmaßlichen Tierquäler schnellstmöglich zu überführen, werden Zeugen gebeten, sich an die Polizei Peine unter (05 171) 99 90 zu wenden oder sich telefonisch unter (07 11) 860 59 10 oder per E-Mail anwhistleblower@peta.de bei der Tierschutzorganisation zu melden – auch anonym.

Erste Hilfe bei Vergiftungserscheinungen

Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht Lebensgefahr – das Tier kann an inneren Verletzungen qualvoll sterben.Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, blassen oder porzellanfarbenen Veränderungen an den Schleimhäuten, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Hunde sollten beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Symbolbild: Ein Giftköder wurde in einem Garten ausgelegt. Hier besteht Lebensgefahr für Hunde Quelle: Archiv

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