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Stadt Peine Solarenergie: So sieht’s in der Region aus
Stadt Peine Solarenergie: So sieht’s in der Region aus
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09:20 29.07.2019
Power der Sonne nutzen: Der Ausbau der Solarenergie ist in der Region ein großes Thema. Quelle: picture alliance / JOKER
Gifhorn/Peine/Wolfsburg

Solarenergie ist einer der Schlüssel, um den Klimaschutz voran zu treiben. Niedersachsen liegt bei der bereits installierten Leistung im Bundesvergleich auf Platz vier hinter Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Auch die Region Gifhorn, Wolfsburg und Peine hat die Zeichen der Zeit erkannt und weitet diesen Zweig zunehmend aus.

Potenzial der Photovoltaik nur gering genutzt

Und dennoch stellt die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen für das Gebiet fest: „Das sehr große Potenzial der Photovoltaik wird bislang nur gering genutzt“, sagt Barbara Mussack, zuständig für Regionale Kooperationen. „Insgesamt stellen wir fest, dass im ländlichen Raum mit großen landwirtschaftlichen Gebäuden und Dachflächen die Photovoltaik am stärksten ausgebaut ist. So zum Beispiel im Emsland, das pro 1000 Einwohner 1510 kW an Leistung installiert hat.“

Region Gifhorn/Wolfsburg/Peine hinkt hinterher

Wie stark Gifhorn, Peine und Wolfsburg hinter dem Spitzenreiter herhinkt, hat Christian Hallerberg, Pressesprecher des Bundesverbandes Solarwirtschaft für unsere Zeitung recherchiert. Demnach kommt Peine (mit dem Postleitzahlgebiet 31224, 31226 und 31228) auf 264,7 Kilowatt pro 1000 Einwohner. Gifhorn (bemessen wurde ausschließlich das Stadtgebiet) lag Ende vergangenen Jahres bei 107,7 Kilowatt pro 1000 Einwohner. Wolfsburg lag laut Hallerberg bei 72,1 Kilowatt pro 1000 Einwohner.

Stadt Wolfsburg forciert Solarenergieausbau

Die Stadt Wolfsburg forciert ihre Bemühungen im Bereich Solarenergie: „Grundsätzlich wird bei allen städtischen Neubauten der Einsatz von PV-Anlagen geprüft. Sie werden auch errichtet, sofern ein wirtschaftlicher Einsatz gegeben ist“, berichtet Sprecherin Elke Wichmann und nennt als aktuelle Beispiele unter anderem die Kitas Vorsfelde und Kästorf. Die Energieberatung verzeichne bei Bürgern ein „stark“ angestiegenes Interesse in dem Bereich.

Peine: Hohe Nachfrage bei Photovoltaik-Anlagen

Von einem ähnlichen Trend berichtet Petra Kawaletz von der Unternehmenskommunikation der Stadtwerke Peine: „Die Nachfrage ist bei Anlagen ungebrochen hoch, bei Stromspeichern sogar stark steigend.“

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, weist auf einen möglichen Trend für die Zukunft hin: „Großes Wachstum verspricht die Verbindung von Photovoltaik und Elektromobilität, weil sich E-Autos mit dem Solarstrom vom eigenen Dach günstiger laden lassen als mit Netzstrom.

Außerdem liefert die eigene Photovoltaikanlage zuverlässig wirklich sauberen Strom für eine saubere Mobilität. Nach einer aktuellen repräsentativen Befragung von Eigenheimbesitzern wünscht sich jeder Zweite eine eigene Photovoltaikanlage und jeder vierte eine Lademöglichkeit für Elektroautos.“

Sein Appell: „Deutschland wird sein Klimaziel nur mit einem deutlich stärkeren Ausbau der Solarenergie erreichen. Die Solartechnik zählt inzwischen zu den niedrigst hängenden Früchten des Klimaschutzes. Sie nicht rechtzeitig und vollständig zu ernten wäre nicht vermittelbar.“

Solardach: Wo es sich lohnt und wo nicht

In der Stadt Wolfsburg können die Bürger seit Anfang 2012 die Eignung ihrer Hauses für Photovoltaik-Anlagen prüfen. Das Wolfsburger Solardachkataster ist im Internet https://geoportal.stadt.wolfsburg.de/qgis_mcl/index.html?topic=solarkataster&scale=2000 einzusehen. Hier besteht die Möglichkeit, ohne großen Aufwand eine erste Grobeinschätzung zu erhalten. Weitere Informationen gibt die Wolfsburger Energie Agentur.

Für Peine und Gifhorn gibt es den Solardach-Atlas im Internet unter https://www.solare-stadt.de/zgb/SolarDachAtlas.

Von Andrea Posselt

Solarenergie ist einer der Schlüssel, um den Klimaschutz voran zu treiben. Der Ausbau der Solarenergie ist in der Region ein großes Thema. Haben Sie eine Photovoltaik-Anlage auf ihrem Haus?

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