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Stadt Peine Straßenfest in Essinghausen: „Wer bauen wollte, brauchte Vieh und Land“
Stadt Peine Straßenfest in Essinghausen: „Wer bauen wollte, brauchte Vieh und Land“
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14:05 25.07.2019
Einen geselligen Nachmittag erlebten die Bewohner der Georg-Büchner-Straße in Essinghausen bei ihrem zehnten Straßenfest. Quelle: Hendrik Götze
Essinghausen

Wer in Essinghausen ein Grundstück bebauen wollte, musste sich Land und Tiere anschaffen. Das war vor 60 Jahren die Bedingung, um sich 1959 in der damaligen Straße „Am Steinkamp“ anzusiedeln. Mittlerweile ist daraus die Georg-Büchner-Straße geworden – und zum 60-jährigen Bestehen feierten die Anwohner jetzt ein großes Straßenfest.

Zum zehnten Mal Straßenfest

Etwa 40 Essinghäuser trafen sich bei Margarete Siegel, in ihrem Haus war bis zur Gebietsreform 1974 das Gemeindebüro ansässig. Nachdem das Straßenfest bereits in den Jahren 2003 bis 2011 ausgiebig zelebriert worden war, hat man nun den runden Geburtstag der Straße wieder gemeinsam gefeiert – zum mittlerweile zehnten Mal fand dabei das Straßenfest statt.

Straße hieß früher „Am Steinkamp“

Die Georg-Büchner-Straße liegt im südwestlichen Teil des Ortes – und ist mit ihren 60 Jahren noch relativ jung. Zumindest im Vergleich zu den Straßen im alten Ortskern, schließlich gibt es Essinghausen bereits seit 1311.

Im Jahre 1953 entstanden in der Straße – diese hieß damals noch „Am Steinkamp“ - die ersten drei Gebäude, die Straße selbst war damals eher noch ein Feldweg. Es gab kein Wasser und kein Licht, hier behalf man sich in den ersten Jahren mit Brunnen und Öllampen.

1959 „Geburtsjahr“ der Straße

Als dann 1959 weitere fünf Grundstücke dazukamen, konnte man das Jahr dann auch als Geburtsjahr der Straße festmachen. Hierzu berichtete Willi Reck: „Wer ein Grundstück haben wollte, musste sich auf jeden Fall ein Schwein und zwei Hühner zulegen und dazu noch zwei Morgen Land pachten. Und gebaut werden durfte auch nur mit Spitzdach.“

Ende der 60er Jahre wurde dann die Straße befestigt, und seit der Gebietsreform trägt die Straße ihren heutigen Namen „Georg-Büchner-Straße“.

Anwohner leisteten Widerstand

In den 80er Jahren sollte das örtliche Neubaugebiet „Heinrich-Hornbostel-Straße“ durch die Georg-Büchner-Straße seine Zuwegung finden, damals konnten die Anwohner dieses jedoch durch eine Unterschriftenaktion verhindern, denn die Georg-Büchner-Straße hat keinen Fußweg und ist auch so schon eher eng gebaut, noch mehr Durchgangsverkehr hätte zu Problemen führen können.

Erinnerungen wurden ausgetauscht

An so manche Begebenheit der bewegten Vergangenheit der Straße erinnerten sich die Bewohner. „Während im Februar 1962 in Hamburg die Sturmflut wütete, hat der dazugehörige Sturm auch in der Georg-Büchner-Straße einige Dächer abgedeckt“, wusste zum Beispiel Dieter Lindner noch.

Die Einwohner im Alter zwischen Eineinhalb und fast 84 Jahren (Willi Reck ist hier als ältester Bewohner der Straße zu nennen) feierten dann noch ausgelassen ihr Straßenfest. Selbst das Gewitter am späten Nachmittag konnte ihnen die Laune nicht verderben.

Von Hendrik Götze

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