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Stadt Peine Sprache als Instrument der Gleichstellung
Stadt Peine Sprache als Instrument der Gleichstellung
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06:00 06.05.2019
In Verwaltungsunterlagen des Landkreises Peine wird eine gendergerechte Sprache angewendet. Quelle: Antje Ehlers
Peine

Gendergerechte Sprache – also Sprache, die nicht geschlechterspezifisch ist – wird immer häufiger diskutiert. Dabei beschreibt das Wort „Gendern“ die Verwendung von Sprache mit der Absicht, der Gleichstellung der Geschlechter gerecht zu werden und nicht nur die biologischen Merkmale zu berücksichtigen. So wird zum Beispiel durch das sogenannte Gendersternchen kenntlich gemacht, dass es sich sowohl um männliche als auch weibliche Personen handelt. Ein Beispiel ist das Wort Bürger*innen. Die PAZ hat nachgefragt, wie es in den Peiner Verwaltungen gehandhabt wird.

„Geschlechtsneutrale Begrifflichkeiten“

„Das Thema ,Gendergerechte Sprache in der Verwaltung’ wird bei der Stadt Peine schon seit Jahren intensiv begleitet. Sowohl im internen als auch externen Schriftverkehr wird darauf geachtet, die Richtlinien des geschlechtergerechten Formulierens einzuhalten. So werden entweder alle zutreffenden Geschlechter explizit aufgeführt oder geschlechtsneutrale Begriffe verwandt. Bestehende Vorschriften wurden und werden sukzessive hinsichtlich der gendergerechten Vorgaben überprüft und bei Bedarf angepasst“, antwortet Petra Neumann, Pressesprecherin der Stadt Peine, auf Anfrage.

In der Verwaltung des Landkreises sieht es ebenso aus. „Für uns als Landkreis ist es eine Selbstverständlichkeit, in gendergerechter Sprache zu agieren. Dort, wo es noch nicht der Fall ist, werden entsprechende Hinweise gegeben“, sagt Pressesprecher Fabian Laaß.

Gleichbehandlung der Geschlechter ist wichtig

Für Silke Tödter, Gleichstellungsbeauftragte für den Landkreis Peine, ist das Thema eine Herzensangelegenheit. „Um die Gleichbehandlung der Geschlechter zu realisieren, ist es notwendig, auch die sprachlichen Benachteiligungen abzubauen, die den Frauen täglich widerfahren. Häufig begegnen Frauen einer sprachlichen Nichtbeachtung – auch wenn sie in der Überzahl sind“, stellt Tödter fest und nennt als Beispiel die Erzieherinnen. „Wenn eine nur ,männliche Sprachform’ gebraucht wird, fühlen sich eben viele Frauen nicht mitgemeint. Sie werden sprachlich übersehen. Die korrekte Anrede und Bezeichnung von Frauen jedoch hat erhebliche Bedeutung für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der sozialen Wirklichkeit“, führt die Gleichstellungsbeauftragte weiter aus. Sie wünscht sich weiter die „Sichtbarmachung“ der Frau in der Sprache.

Was halten Sie von der gendergerechten Sprache? Schreiben Sie eine E-Mail an redaktion@paz-online.de.

Von Antje Ehlers

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