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Stadt Peine Gelbes Ungetüm spuckt Gleise aus
Stadt Peine Gelbes Ungetüm spuckt Gleise aus
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07:51 17.06.2010
In Richtung Peiner Bahnhof werden die neuen Bahngleise vom Umbauzug verlegt. Quelle: Isabell Massel

Peine. Ein etwa 200 Meter langes, gelbes Ungetüm bewegt sich derzeit auf den Schienen zwischen Stahlwerk und Bahnhof. Es ist ein Umbauzug, der im Auftrag der Deutschen Bahn neue Gleise verlegt (siehe Hintergrund) – und das wirkt so als spuckte er die Schienen aus. 50 Mitarbeiter sind im Einsatz.

„Vorsicht!“, warnt Bau-Überwacher Jens Lippels, der gemeinsam mit Bahn-Sprecher Uwe Wolff die Baustelle zeigt. Zwei bewegliche Kräne fahren auf dem Umbauzug hin und her, ihnen zu nahe zu kommen, ist gefährlich. Man muss höllisch aufpassen.

Leise geht es beim Gleisbau nicht zu. Ein Diesel läuft mit hoher Drehzahl und schiebt die rollende Maschine immer ein paar Meter weiter. Ihr Prinzip ist einfach erklärt: Der Anfang des Zuges steht auf den alten, das Ende schon auf den neuen Gleisen. Das Gerät drückt die vorher losgeschraubten Altschienen nach außen und sammelt die Betonschwellen mit einer Gabel auf.

Dann werden über ein Förderband die neuen Schwellen – sie sind 2,60 Meter lang und 300 Kilo schwer – ausgelegt und die vorher abgeladenen, neuen Schienen an die richtige Stelle geschoben. Im hinteren Drittel des Zuges werden die alten Gleise nach innen gedrückt und bleiben auf den Betonschwellen liegen. Sie werden dann entfernt. Die große Maschine schafft 200 Meter Gleis-Auswechseln in der Stunde.

So ein Umbauzug sieht interessant aus: Mit einfachen Mitteln wird effektiv gebaut. Zu tun gibt es für die Arbeiter aber immer noch genug. Hinter dem Zug beispielsweise werden die neuen Gleise sofort per Hand auf die Betonschwellen geschraubt. Sie sollen 25 Jahre halten.

Und so bewegt sich der Umbauzug langsam in Richtung Bahnhof. Und jedes Mal, bevor auf dem Nebengleis ein Zug vorbeirauscht, ertönt zur Warnung das laute „Tuuut“.

tk

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