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Stadt Peine Gefahrgutunfall bei Peine: Weitere gefährliche Stoffe gefunden
Stadt Peine Gefahrgutunfall bei Peine: Weitere gefährliche Stoffe gefunden
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16:03 25.09.2019
Die Bergungsarbeiten auf der A2 bei Peine ziehen sich. Die Autobahn bleibt vorerst gesperrt. Quelle: Sina Schuldt
Peine

Nach einem Unfall mit einem Gefahrguttransporter auf der A2, bei dem Salpetersäure ausgetreten war, bleibt die Strecke zwischen Hämelerwald und Braunschweig-Watenbüttel weiter komplett gesperrt. Das Abpumpen der gefährlichen Stoffe aus dem Lastwagen hatte sich augenscheinlich verzögert.

Dabei handelt es sich nach Informationen der Peiner Allgemeinen Zeitung nicht mehr nur um Salpetersäure, sondern es wurde auch eine weitere gefährliche Substanz gefunden. Es handelt sich nach Angaben aus Feuerwehr-Kreisen um Tetramethylammoniumhydroxid (TMAH). Diese starke Base kann zu starker Reizung bis hin zu Verätzung der Augen, der Atemwege, der Lunge sowie der Haut führen. Das Tetramethylammonium-Kation (TMA) kann Nerven und Muskeln schädigen, was innerhalb von kürzester Zeit zu Atemlähmungen und schließlich zum Tod führen kann.

Vor Ort im Einsatz ist derzeit der ABC-Zug Lehrte/Sehnde sowie die Führungsgruppe des Landkreises Peine und der Gemeinde Wendeburg. Der Feuerwehr-Einsatz soll gegen 13.30 Uhr abgeschlossen sein. Derzeit beratschlagen Autobahnpolizei und Autobahnmeisterei sowie weitere Fachfirmen das weitere Vorgehen.

Die Lkw sind noch nicht geborgen. Da einer der Unfall-Lastwagen Steine geladen hatte und diese sich bei dem Unfall auf der Straße verteilt haben, müssen diese erste mit schwerem Gerät von der Autobahn geholt werden. Das wird seine Zeit dauern.

Nach dem Gefahrgutunfall bleibt die Fahrbahn Richtung Berlin noch bis mindestens Donnerstagmorgen gesperrt. Die Sperrung könne aber auch noch länger dauern, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Neben der Entsorgung des ausgetretenen Stoffes zögen sich die Reparaturarbeiten an der Fahrbahn nach einem weiteren Unfall in die Länge. Ein Lkw war umgekippt und hatte die Fahrbahn laut Polizeiangaben so schwer beschädigt, dass sie neu asphaltiert werden muss. Bis dann wieder Lastwagen und Autos darüber rollen können, müssen etwa sieben Stunden vergangen sein.

Zwei Unfälle bei Peine

Vier Lastwagen, darunter der Gefahrguttransporter, waren am Dienstagmorgen an dem Zusammenstoß in Richtung Berlin beteiligt. Vier Fahrer wurden dabei verletzt, zwei von ihnen schwer. Der Verkehr staute sich kilometerweit. Dabei trug sich ein weiterer Unfall zu, bei dem drei Menschen verletzt wurden. Ein beteiligter Lkw kippte dabei um und beschädigte die Fahrbahn laut Polizeiangaben so schwer, dass sie neu asphaltiert werden müsse. Die Reparaturen an der Fahrbahn werden voraussichtlich ebenfalls bis zum Nachmittag dauern.

Bei einem Unfall mit vier Lastwagen auf der Autobahn 2 zwischen Peine und Braunschweig ist Salpetersäure ausgetreten.

Bei dem ersten Unfall mit dem Gefahrguttransporter war hochgefährliche Salpetersäure ausgetreten. Insgesamt 36 Menschen, darunter Polizisten, Feuerwehrleute, Lkw-Fahrer und Pressevertreter mussten dekontaminiert und in Krankenhäuser gebracht werden.  Durch die austretende Salpetersäure bildeten sich zwar Dämpfe, für die Bevölkerung habe jedoch keine Gefahr bestanden - auch nicht durch den nun entdeckten Gefahrenstoff Tetramethylammoniumhydroxid. 

So gefährlich ist Salpetersäure

Salpetersäure (HNO3) ist eine farblose, stark riechende Flüssigkeit und wirkt stark ätzend. Bei Hautkontakt können schwer heilende Wunden entstehen. Mit anderen Stoffen kann Salpetersäure heftige Reaktionen auslösen. Bei Berührung mit brennbaren Stoffen besteht Feuergefahr.

Von Kathrin Bolte und Tobias Mull mit RND/lni und dpa

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