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Stadt Peine GKV Peine: Neue Regelungen für Vorsorge-Untersuchungen
Stadt Peine GKV Peine: Neue Regelungen für Vorsorge-Untersuchungen
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06:00 09.07.2019
Der Gesundheitscheck ab dem 35. Lebensjahr ist jetzt nur noch alle drei Jahre möglich. Quelle: dpa
Kreis Peine

Vielen Peinern ist er bekannt: der Gesundheits-Check-Up beim Hausarzt. Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen konnten sich bislang ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre gründlich untersuchen lassen, um häufig auftretende Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Nierenerkrankungen beziehungsweise deren Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen. Diese Zwei-Jahres-Regelung hat sich geändert. Basis für die Änderungen ist das Präventionsgesetz, das der Gemeinsame Bundesausschuss 2018 beschlossen hat. Dr. Friedrich Scheibe, Kreisvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Peine, erläutert die Änderungen.

Check-Up nur noch alle drei Jahre

„Statt bisher alle zwei, dürfen sich die Versicherten ab 35 nur noch alle drei Jahre beim Check-Up 35 ärztlich durchchecken lassen. Zu beachten ist, dass diese Frist rückwirkend gilt. Das heißt, wer zuletzt 2017 zur Vorsorge war, darf sich erst wieder 2020 durchchecken lassen. Bis September gilt allerdings eine Übergangsfrist. Der Impfstatus wird ebenfalls überprüft. Neu ist auch beim Check-Up 35, dass bei der Blutuntersuchung nicht nur der Gesamtcholesterin-Gehalt, sondern auch weitere Blutwerte erfasst werden“, erklärt Scheibe.

Gesundheitsuntersuchung auch für 18-Jährige

Neu ist auch, dass Versicherte ab 18 Jahren jetzt einen Anspruch auf die ärztliche Gesundheitsuntersuchung haben. Sie dürfen sich jedoch nur einmal bis zum 35. Geburtstag durchchecken lassen. Den kostenlosen Hautkrebs-Check darf alle zwei Jahre ein Hautarzt oder qualifizierter Facharzt durchführen. Neu sei auch, so Scheibe, dass Männer ab 50 nun Anspruch auf auf zwei Darmspiegelungen im Mindestabstand von zehn Jahren zur Vorsorge habe, da ab diesem Alter das Risiko für Männer erheblich steige, Frauen dürfen sich ab 55 Jahren untersuchen lassen. Alternativ gebe es für Männer und Frauen einen Stuhlokkultbluttest, der bei zum 54. Lebensjahr jährlich, danach alle zwei Jahre von den Kassen übernommen wird.

Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung werden weiterhin bei Frauen ab 20 und ergänzend zur Brustkrebsvorsorge ab 30 Jahren durchgeführt, Männer können sich ab 45 vom Hausarzt oder Urologen untersuchen lassen.

Gesundheitsberatung rückt mehr in den Fokus

Dr. Scheibe erklärt: „Die Impfanamnese und die Gesundheitsberatung der Patienten erhalten künftig mehr Gewicht. Patienten sollen motiviert werden, mehr für ihre Gesundheit, insbesondere durch Ernährung und Bewegung zu tun. Zudem wird das individuelle Herz-Kreislaufrisiko ermittelt. Wie wichtig die Impfanamnese und die Komplettierung des Impfstatus sind, haben die jüngsten Masernfälle gezeigt. Warum allerdings das Intervall der Gesundheitsuntersuchung auf drei Jahre verlängert worden ist, erschließt sich mir nicht.”

Von Antje Ehlers und Kathrin Bolte

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