Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Freispruch für Peiner (34) im Vergewaltigungsprozess
Stadt Peine Freispruch für Peiner (34) im Vergewaltigungsprozess
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:49 15.05.2019
Der angeklagte Sudanese (links, neben seinem Verteidiger) wurde freigesprochen.  Quelle: Eckhard Bruns
Peine / Hildesheim

Freispruch für den Angeklagten. So lautete am Mittwoch das Urteil für einen heute 34-jährigen, in Peine wohnenden, Sudanesen vor dem Landgericht in Hildesheim. Dem Angeklagten wurde Vergewaltigung in drei Fällen und versuchte räuberische Erpressung zur Last gelegt. 

Im Zeitraum von März bis Mai 2018 soll der Angeklagte in der Wohnung des vermeintlichen Opfers die Frau mehrfach unter Gewaltandrohung zum Geschlechtsverkehr gezwungen und auch Bargeld gefordert haben. Der Angeklagte hingegen sprach von einem „Racheakt“, den die Ärztin gegen ihn ausübe.

Staatsanwalt fordert sieben Jahre Haft

Der Staatsanwalt ging in seinem umfassenden Plädoyer auf die umstrittenen Sachverhalte der Prozess-Beteiligten ein. Auch nach mehreren intensiven Befragungen der Zeugen konnte nicht endgültig geklärt werden, was sich zwischen dem Sudanesen und der Peinerin wirklich zugetragen hat. Da der Gutachter keine eingeschränkte Schuldfähigkeit festgestellt hatte, bewertete der Staatsanwalt die vorgeworfenen drei Vergewaltigungen als Übergriffe im besonders schweren Fall und die Drohungen zur Geldforderung als Erpressung und beantragte eine Gesamthaftzeit von sieben Jahren. 

Anwalt bezweifelt Glaubwürdigkeit

Der Verteidiger beurteilte den Sachverhalt in seinem Plädoyer anders. Viele Punkte seien für ihn nachvollziehbar, äußerte Rechtsanwalt Erhard Hallmann. Fragwürdig sei für ihn allerdings die letzte Phase der Beziehung, nachdem es nach den angeblichen Vergewaltigungen und Drohungen weiter einvernehmlichen Sex gegeben haben soll. Auch die wiederkehrenden finanziellen Unterstützungen für den Angeklagten stellten für ihn die Glaubwürdigkeit des Opfers infrage. Da für das Gericht keine detaillierte Aufklärung durch die Aussagen der Zeugen möglich gewesen sei, seien die Vorwürfe so nicht zu belegen. Für ihn blieben erhebliche Zweifel, ob es diese Vorfälle überhaupt gegeben habe. Er beantragte Freispruch.

Angeklagter beteuert Unschuld

Der Angeklagte beteuerte in seinem Schlusswort nochmals seine Unschuld und fügte an: „Sie weiß genau, wie ich sie liebe und dass ich alles für sie getan habe“. 

Es gebe keine Nachweise für die Taten, daher bleiben erhebliche Zweifel bestehen, die nur einen Freispruch möglich machen, begründete der Vorsitzende Richter das Urteil. „Nur ein dringender Tatverdacht allein reicht nicht für eine Verurteilung aus“, erläuterte er abschließend die Entscheidung.

Nach dem Stau auf der A2 zwischen Peine und Braunschweig am Dienstag kommt es auch am Mittwoch zu Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn in Richtung Braunschweig.

15.05.2019

Eine Mofa-Fahrerin ist auf der Hans-Gallinis-Straße an der Ecke zum Bürgermeister-Heinze-Weg in Peine verunglückt. Ein Rettungswagen brachte die Peinerin ins Krankenhaus.

15.05.2019

Aufgewachsen sind Walter und Hildegard Michalske in Schlesien. Seit 1973 leben sie in ihrem Haus in Stederdorf.

15.05.2019