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Stadt Peine Freischießeneröffnung und Königsproklamation mit Dolmetscherin für Gebärdensprache
Stadt Peine Freischießeneröffnung und Königsproklamation mit Dolmetscherin für Gebärdensprache
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00:24 24.06.2019
Peines Bürgermeister Klaus Saemann und Diana Müller, Dolmetscherin für Gebärdensprache, beim Ortstermin vor dem Alten Rathaus in Peine.
Peines Bürgermeister Klaus Saemann und Diana Müller, Dolmetscherin für Gebärdensprache, beim Ortstermin vor dem Alten Rathaus in Peine. Quelle: Stadt Peine
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Peine

Beim Thema Barrierefreiheit geht Bürgermeister Klaus Saemann (SPD) den nächsten Schritt und macht in diesem Jahr zwei der drei öffentlichen Hauptreden des Peiner Freischießens barrierefreier: Erstmal zur Eröffnung am Sonntagnachmittag, 7. Juli, und außerdem zur Königsproklamation am Montagabend wird eine Dolmetscherin für Gebärdensprache neben dem Bürgermeister auf dem Podium vor dem Alten Rathaus stehen und seine Reden simultan in Gebärdensprache übersetzen.

Sichtbarer Ort wurde bereits gefunden

Der Bürgermeister konnte für diesen besonderen Einsatz Diana Müller aus Groß Lafferde gewinnen, die dem Berufsverband der Gebärdensprachdolmetscher in Niedersachsen angehört. Erste Absprachen sowie die Besichtigung des Marktplatzes als Ort des Geschehens haben bereits stattgefunden.

Hierbei wurde auch entschieden, an welcher Seite des Bürgermeisters Diana Müller am besten steht. Denn das allerwichtigste ist natürlich, dass Betroffene die Dolmetscherin auch richtig gut sehen können. Aus diesem Grund wird die Dolmetscherin an Saemanns linker Seite – vom Zuschauer aus betrachtet also rechts vom Bürgermeister – stehen.

So kann Traditionsfest auch Gehörlosen näher gebracht werden

Hartmut Schatz, Vorsitzender des Behindertenbeirates im Landkreis Peine, begrüßt die Initiative des Bürgermeisters außerordentlich und freut sich, dass das Peiner Traditionsfest so auch eingeschränkt hörenden und/oder gehörlosen Menschen auf diese Weise nahe und noch näher gebracht werden kann.

Kein separater Bereich geplant, kann auf Wunsch aber erfolgen

Damit sich Betroffene nicht zu erkennen geben müssen, ist es zurzeit nicht geplant, einen separaten Bereich auf dem historischen Marktplatz zu schaffen. Sollte hieran jedoch Interesse bestehen, melden sich Betroffene bitte bei Petra Neumann. Sie ist per E-Mail an petra.neumann@stadt-peine.de zu erreichen.

Von Kathrin Bolte