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Stadt Peine Brand in Peiner Industriegebiet: Schaden von 100 000 Euro
Stadt Peine Brand in Peiner Industriegebiet: Schaden von 100 000 Euro
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22:06 22.07.2019
Zu nachtschlafender Zeit löschten die Peiner Feuerwehren einen Band bei der Firma „Cora Tech“ im Peiner Industriegebiet Ost. Quelle: Feuerwehr Kernstadt Peine
Peine

Die Flammen schlugen bereits durch das Hallendach, als gegen 2.30 Uhr in der Nacht zu Montag für die Peiner Feuerwehren die Nachtruhe zu Ende war. Alarm in der Beneckestraße in Peine bei der Firma „Cora Tech“. 133 Feuerwehrleute mit 26 Fahrzeugen – inklusive 66 Atemschutzgeräteträger - machten sich auf den Weg in das Industriegebiet

Das war passiert: Auf dem Gelände war ein Silo mit Kunststoffgranulat in Brand geraten. Hohe Flammen aus dem Dach der Lagerhalle empfingen die Feuerwehrleute. Nach Angaben der Polizei brannte zudem ein Ölfass. „Wir konnten den Brand jedoch sehr schnell unter Kontrolle bringen und damit einen größeren Schaden verhindern“, sagt Ortsbrandmeister Kernstadt Dirk Tinius.

Feuer bei Cora Tech in Peine

Im Verlauf des Montags nahmen dann die Brandermittler ihre Arbeit auf. Schnell wurde deutlich, dass das Feuer wahrscheinlich durch einen technischen Defekt am Lager eines Elektromotors ausgelöst worden war, teilte die Polizei mit. Vermutlich wurde dadurch der Staub des Kunststoffgranulats, das sich in den Filtern ablagert, in Brand gesetzt. Ersten Schätzungen zufolge liegt der Schaden bei etwa 100 000 Euro.

Brandermittler der Polizei haben einen Tag nach dem Feuer bei Cora Tech die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: Kathrin Bolte

„Wir haben vor knapp vier Jahren unser Brandschutzkonzept überarbeitet – und es hat sich bewährt“, sagt „Cora Tech“-Geschäftsführer Günter Minnebusch sichtlich erleichtert darüber, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Das Feuer war während der Nachtschicht ausgebrochen, insgesamt fünf Mitarbeiter befanden sich in den Lager- und Produktionsräumen.

Nach Aussage des Geschäftsführers habe eine Brandmauer verhindert, dass die neben den Silos lagernden Kunststoffe ebenfalls in Flammen aufgegangen sind. „So beschränkt sich der Brandbereich nur auf ein Silo, wobei es sein kann, dass es nicht einmal schwer beschädigt ist“, erklärte Minnebusch weiter. Alles weitere müsse man nach den Untersuchungen durch die Brandermittler sehen. Er halte einem technischen Defekt ebenfalls für sehr wahrscheinlich.

"Die Brandschutzmauer, die zum betriebseigenen Brandschutzsystem gehört, hat sich bewährt und eine Ausbreitung des Feuers verhindert", sagte Geschäftsführer Günter Minnebusch. Quelle: Kathrin Bolte

Keine Gefahr durch giftige Dämpfe

Typisch für einen Kunststoffbrand seien dicke, schwarze Rauchsäulen, die mitunter giftig sind. In diesem Fall war die Peiner Bevölkerung aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, hieß es übereinstimmend von Seiten der Feuerwehr und des Geschäftsführers. „Wenn unsere Stoffe verbrennen, dann entstehen Gase, die allerdings nicht hochgiftig sind“, erklärt er.

Nacht die Bevölkerung warnen ist ein echtes Problem

„Wäre der Rauch giftig gewesen, hätten wir die Bevölkerung über Radiodurchsagen oder aber auch durch Lautsprecherdurchsagen mithilfe der Polizei darüber informiert, die Fenster und Türen geschlossen zu halten“, erläutert Ortsbrandmeister Tinius. Es sei aber nicht so einfach, nachts die Menschen zu warnen. Schließlich würde ja der Großteil schlafen und nicht vor dem Radio sitzen.

Nicht der erste Brand seiner Art

Großbrand bei Röchling Automotive im April 2011. Quelle: ISABELL MASSEL

Dieses Feuer war nicht das erste dieser Art im Industriegebiet Ost. Am 6. April 2011 brach ein Großfeuer beim Autozulieferer Röchling Automotive aus. Dabei war eine Versandhalle komplett abgebrannt und Türverkleidungen und Halbfertig-Produkte für die Autoproduktion für rund eine Millionen Euro zerstört worden. Zehn Stunden lang war die Produktion ausgefallen.

Übrigens: Erst im April hatte es im Industriegebiet eine Großübung der Feuerwehren aus dem Landkreis Peine gegeben – nur wenige Hundert Meter vom jetzigen Einsatzort entfernt. „Die April-Übung hatte ein recht ähnliches Szenario simuliert. Das hat uns am Montagmorgen natürlich sehr geholfen“, so Tinius. Alle Beteiligten hätten Hand-in-Hand gearbeitet, eben so wie man es mehrfach in der Feuerwehr trainiere.

Ein Übungsaspekt damals auch: Wie ist es eigentlich um die Wasserversorgung im Industriegebiet Ost bestellt? „Aktuell war ausreichend Wasser vorhanden, auch aufgrund der Nähe zum Mittellandkanal“, gab Tinius an. Problematisch hätten höchstens die zwischen Kanal und Brandort liegenden Bahnschienen werden können, „doch das hätten wir auch in den Griff bekommen.“

Von Kathrin Bolte

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