Festsäle Peine: Ein wilder musikalischer Ritt durch die 70er und 80er Jahre
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Stadt Peine Wilder musikalischer Ritt durch die 70er- und 80er-Jahre
Stadt Peine Wilder musikalischer Ritt durch die 70er- und 80er-Jahre
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13:37 23.02.2020
Im zweiten Teil der Show standen die 80er-Jahre im Fokus. Quelle: Kerstin Wosnitza
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Peine

Rappelvoll ist es in den Peiner Festsälen am Freitagabend gewesen, und der Weg hat sich für die vielen Zuschauer gelohnt: Zu erleben war ein wilder musikalischer Ritt durch die deutsche Schlagerszene der 70er- und 80er-Jahre. Gern ließen sich die Gäste mitnehmen in diese Jahrzehnte der Miniröcke und Neonfarben, in der die meisten von ihnen ihre Jugend verbracht haben. Umgesetzt wurde die schwungvolle „Schmidtparade“ vom Schmidt Theater in Hamburg.

Erst ging es um die 70er

Im ersten Teil des Abends standen die 70er-Jahre im Mittelpunkt. Man kannte sie alle, die mehr oder weniger schnulzigen und sehr eingängigen Hits, und das Publikum konnte sie erstaunlich textsicher mitschmettern. „Anita“ wurde ebenso besungen wie die „Katja, die Wodka im Blut hat“. Dabei wurden die modischen Geschmacklosigkeiten fröhlich persifliert, und man konnte kaum glauben, dass man so etwas tatsächlich einmal getragen und sich damit schön gefunden hat.

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Die Lust am Reisen in den Süden war ein großer Themenblock. „Spaniens Gitarren“ erklangen, der „letzte Sirtaki“ wurde getanzt und vom „Zigeunerwagen“ geträumt. Eviva Espana! Doch zuvor erinnerte ein nachgespielter einst populärer Werbespot daran, wem die deutsche Durchschnittsfamilie die neue Mobilität verdankten: Neckermann macht´s möglich.

„Eviva Espana!“ Der Süden wurden in den 70ern populär und vielfach besungen. Das wurde in einem Medley aufgegriffen. Quelle: Kerstin Wosnitza

Überhaupt, die Werbespots: Wer kennt nicht noch die Reklame für Lenor und Jacobs Krönung, dem Kaffee mit dem Verwöhnaroma, die man auch nach Jahrzehnten noch auswendig mitsprechen kann und die pointiert auf die Schippe genommen wurden.

Nach der Pause waren die 80er dran

Nach der Pause waren die sieben Darsteller ins nächste Jahrzehnt, die 80er, gewechselt. Neonfarben, Dauerwellen, Bundfaltenhosen und der berühmte Vokuhila-Haarschnitt (vorne kurz, hinten lang) bestimmten nun das Bühnenoutfit. Natürlich durfte ein Querschnitt durch die Hits der Neuen Deutschen Welle nicht fehlen. Major Tom machte seinen berühmten Scherz, bevor er losgelöst von der Erde mit seinem Raumschiff völlig schwerelos davon schwebte. Codo der Dritte düste im Sauseschritt und nahm die Liebe mit, und als Spider Murphy Band erzählten die Sänger die Geschichte von Rosi, die für einen „Skandal im Sperrbezirk“ sorgte.

Nena-Songs als Medley

Ein Höhepunkt folgte nahtlos auf den anderen, bevor zum Ende des Abends das Programm mit einem umjubelten Nena-Medley unter anderem mit den international bekannten „99 Luftballons“ zu Ende ging.

Impressionen von der „Schmidtparade“ in den Festsälen: Wilder Ritt durch die 70er- und 80er-Jahre.

Durch das Programm führte die Schmidt-Theater-Legende Corny Littmann, der mit seinem trockenen hanseatischen Humor den Nerv der Peiner traf und sie immer wieder herzlich zum Lachen brachte. Man merkte sehr schnell, wie der berühmte Funke von der Bühne aufs Publikum übersprang, und das bedankte sich bei der großartigen Leistung der durchweg überzeugenden Darsteller mit lang anhaltendem jubelnden Applaus und Standig Ovations für einen tollen Abend.

Von Kerstin Wosnitza