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Stadt Peine Klimaschutz-Challenge von AZ, WAZ und PAZ auf der Zielgeraden
Stadt Peine Klimaschutz-Challenge von AZ, WAZ und PAZ auf der Zielgeraden
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10:00 23.08.2019
Die 13-jährige Marlen engagiert sich in Sachen Umweltschutz. Quelle: Kai Neumann
Peine/Gifhorn/Wolfsburg

Einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und darüber auf einer eigenen Plattform berichten – das ist die Idee hinter der Klimaschutz-Challenge #EsIstUnsErnst der Aller Zeitung, der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung und der Peiner Allgemeinen Zeitung. Nun neigt sich die Aktion dem Ende entgegen – und es soll einmal zurückschaut werden auf die vielen guten Beiträge, die in den vergangenen Wochen und Monaten eingereicht wurden.

Am Anfang soll jedoch ein neuer Beitrag stehen. Marlen ist 13 Jahre alt und geht in die 8. Klasse des Sibylla-Merian-Gymnasiums in Meinersen. Und dort engagiert sie sich in der Erasmus AG „Sibylla goes green“.

Der Schwerpunkt dieser AG liegt auf Plastikmüll und wie man den vermeiden kann. Dazu gab es einen Workshop mit dem Titel „Plakatreihe Fischers Fritze fischt…“ Als erstes dachten sich die Teilnehmer Slogans zum Thema „Plastikmüll“ aus „Danach stellten wir diese nach und hielten sie in Bildern fest. Mit unserer Aktion weckten wir das Interesse der Menschen vor Ort. Das Publikum war sehr begeistert – und wir kamen mit ihnen ins Gespräch. Dabei gaben wir auch viele Tipps, wie im Alltag Plastikmüll vermieden werden kann“, so die 13-Jährige.

„Obst und Gemüse selbst anbauen“

Und diese Tipps will sie auch an dieser Stelle gerne weitergeben – dazu weitere Hinweise, wie jeder im Alltag mehr für die Umwelt tun kann. „Alles fängt morgens im Bad an: Man kann die Plastik-Zahnbürste gegen eine Holz-Zahnbürste tauschen und statt des Plastik-Zahnputzbechers ein Glas verwenden“, sagt Marlen. „Den Deoroller gibt es natürlich auch aus Glas statt aus Plastik, die Haarbürste sollte aus Holz sein – und Haarsprays oder Deos gibt es auch im Zerstäuber.“ Und modische Kleidung könne man wunderbar auf dem Flohmarkt erwerben oder auch selbst dort verkaufen.

„Dosen und Jutetaschen nutzen“

„Obst, Gemüse und Kräuter kann man selbst anbauen“, so die 13-Jährige weiter. Und wo möglich kann man auch direkt beim Bauern oder in einem Hofladen einkaufen. „Und die erworbenen Produkte kann man dann in mitgebrachten Dosen, Netzen oder Jutetaschen einpacken“, erklärt Marlen und ruft dazu auf, im Alltag doch vermehrt auf den Umweltschutz zu achten.

Und es waren im Aktionszeitraum der Klimaschutz-Challenge #EsIstUnsErnst immer wieder genau diese kleinen Ideen, die von den Jugendlichen vorgestellt wurden. In den Kommentarspalten der sozialen Netzwerke wurden sie dafür manchmal belächelt – aber wenn alle Menschen diese kleinen Hinweise beherzigen würden, könnte daraus etwas Großes entstehen.

Von links: Sonja, Hedda und Julia Grabe aus Peine haben ihren Alltag umgekrempelt - der Umwelt zuliebe. Quelle: Kathrin Bolte

Mitgemacht hat etwa Familie Grabe aus Peine. Gemeinsam hat man an kleinen Stellschrauben im Alltag gedreht, um umweltbewusster zu leben. „Wir haben einiges verändert, haben aber dennoch nicht das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen“, sind sie sich einig. Mutter Sonja findet es schade, dass gerade die „Fridays for Future“-Generation mit ihrem Umwelt-Engagement häufig kritisiert wird. „Man muss sich gedanklich darauf einlassen, neue Wege zu beschreiten und Dinge auszuprobieren. Es ist nicht viel aufwendiger und nicht immer teurer, umweltbewusst zu leben.“

Auch Rosemarie, Nils und Maurice aus Wolfsburg engagieren sich in der Klimaschutzbewegung – und gestalten ihren Alltag um. „Wenn jeder einen kleinen Beitrag leistet, ist schon viel geschafft“, lautet das Motto. „Wir als junge Generation müssen versuchen, die Politik zu beeinflussen – und auch selbst etwas tun fürs Klima“, so die drei Jugendlichen.

Klima-Challenge #EsIstUnsErnst von AZ, WAZ und PAZ: Malú Schrieber macht dabei mit. Quelle: Privat

Und dann war da noch die achtjährige Malú Schrieber, Schülerin der Gebrüder-Grimm-Schule in Gifhorn. Sie machte nicht nur bei der Klimaschutz-Challenge #EsIstUnsErnst mit – sie engagiert sich auch in der „Fridays for Future“-Bewegung. „Freitags nutze ich die Pausen, um mit meinem Plakat in meiner Schule zu demonstrieren. Das ist für mich nicht immer einfach, weil viele Schüler sich über mich lustig machen. Aber ich glaube an mich“, so die Achtjährige. „Wir müssen etwas für den Klimaschutz tun – und dafür kann man gar nicht zu jung sein. Schließlich geht es um die Zukunft von uns allen.“

Von Tobias Mull

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