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Stadt Peine Es droht das Aus: DRK-Ortsverein Stederdorf sucht dringend neuen Vorstand
Stadt Peine Es droht das Aus: DRK-Ortsverein Stederdorf sucht dringend neuen Vorstand
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17:45 15.05.2019
Unter anderem organisiert das DRK-Team die Blutspende in Stederdorf. Quelle: Archiv
Peine

Das sind keine guten Nachrichten: Mit rund 360 Mitgliedern ist der Rotkreuz-Ortsverein Peine-Stederdorf einer der größten Vereine in dem Stadtteil – und doch droht jetzt das Aus. Der Grund: Der ehrenamtlichen Vorsitzenden Erika Böhm und ihren Vorstandskollegen ist es seit Ankündigung ihres Rückzugs aus der ersten Reihe vor vier Jahren trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen, einen Nachfolger zu finden. „Und der Posten der zweiten Vorsitzenden ist eh schon seit längerem vakant“, berichtet die 63-jährige Böhm.

Findet sich kein Nachfolger, droht das Aus

Nun steht am Freitag, 17. Mai, von 15.30 Uhr an in der Scheune des Café Duo, Teichstraße 1 in Stederdorf, die nächste Mitgliederversammlung an, und turnusgemäß finden nach vier Jahren nun wieder Wahlen statt. Findet sich kein Nachfolger für die Vorsitzende, droht sogar das Aus für den regen Ortsverein, wie der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Peine, Ralf Niederreiter, bestätigt. „Das wäre sicherlich die schlechteste Lösung, aber ohne Vorstand kann kein Verein existieren“, sagte Niederreiter.

Kein totaler Rückzug

Er hofft, dass sich in letzter Minute noch eine Lösung zumindest andeutet, indem sich Interessenten finden, die sich eine Führungstätigkeit in einem Ortsverein vorstellen können und vielleicht schon Erfahrungen in einem Vereins-Vorstand oder einer Vereins-Abteilung gesammelt haben – auch wenn sie derzeit noch nicht Mitglied im DRK sind. „Das kann man ja nachholen“, so Niederreiter.

Erika Böhm, seit zwölf Jahren Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Stederdorf. Foto: DRK Peine Erika Böhm, seit zwölf Jahren Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Stederdorf, möchte künftig kürzertreten. Quelle: DRK Peine

Definitiv nicht als Vorsitzende weitermachen will Erika Böhm. Sie erläutert: „Ich habe einen Mann und drei Enkel, bin noch berufstätig – und möchte nach drei Wahlperioden als Vorsitzende nun dringend etwas kürzer treten.“ Allerdings ist es kein totaler Rückzug. Böhm bietet an, als Beisitzerin weiterzumachen und dabei einen potenziellen Nachfolger anzulernen. „Keiner kann ja von Anfang an wissen, worauf es in unserem Ortsverein ankommt und was alles zu beachten ist. Da muss man reinwachsen. Dabei helfe ich gern, das ist mein Angebot.“

Ortsverein organisiert sieben Mal pro Jahr die Blutspende

Der Ortsverein organisiert sieben Mal pro Jahr die Blutspende, die meist in der Grundschule in Stederdorf stattfindet. Weitere Aktivitäten des Ortsvereins sind ein Gedächtnistraining mittwochs im Wallhof, die Unterstützung von Erste-Hilfe-Kursen für Schulklassen und Kindergärten, Teilnahme an Stadtteil- und Kirchfesten, eine Weihnachtsfeier für die Helferinnen und Helfer. „Früher haben wir auch Fahrten gemacht“, erinnert sich Böhm und lobt ihre Ehrenamtlichen: „Wir sind ein tolles Team – das übrigens mit Sicherheit auch aufgeschlossen für neue Ideen ist.“

„Ich hoffe sehr, dass sich noch Ehrenamtliche finden, die das Team des DRK-Ortsvereins Stederdorf unterstützen und mittelfristig auch einen Vorstandsposten übernehmen könnten“, betont DRK-Geschäftsführer Niederreiter. Die scheidende Vorsitzende Böhm schlägt als kurzfristig umsetzbare Alternative zum schlimmsten Szenario, einer Abwicklung des Ortsvereins, vor, „dass sich mindestens drei weitere Beisitzer finden, so dass die Organisation der Aktivitäten auf mehrere Schultern verteilt wird.“ Das sieht auch Niederreiter so: „Wenn sich die Arbeit mehrere Ehrenamtliche teilen, hält sich der Aufwand für den Einzelnen in Grenzen.“

Wer Interesse hat, im DRK-Ortsverein Stederdorf in vorderster Reihe mitzumachen, sollte Erika Böhm unter Telefon 05171/13091 kontaktieren. „Eine gute Möglichkeit, unser Team kennenzulernen, ist nach einem Vorgespräch immer ein Besuch bei der nächsten Blutspendeaktion“, so Böhm. Die nächste Spende ist am 21. Juni in der Grundschule Stederdorf. „Und die findet auf jeden Fall noch statt“, versichert Niederreiter abschließend.

Von Anna Gröhl

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