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Stadt Peine Erweiterung der Kita beginnt für 550000 Euro
Stadt Peine Erweiterung der Kita beginnt für 550000 Euro
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20:00 24.06.2019
Vertreter von Träger, Verwaltung, Einrichtung und Kirche sowie zahlreiche Kinder wohnten dem Baubeginn am Familienzentrum bei.
Vertreter von Träger, Verwaltung, Einrichtung und Kirche sowie zahlreiche Kinder wohnten dem Baubeginn am Familienzentrum bei. Quelle: Antje Ehlers
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Peine

Mit lautem Getöse sind die Baumaschinen im Einsatz: Statt mit einem Spaten haben Bauarbeiter mit einer Drehbohranlage die ersten von elf Löchern zum Bau der Erweiterung des katholischen Familienzentrums St. Elisabeth an der Schloßstraße ausgehoben. Vor genau einem Jahr hatte der Rat der Stadt Peine der Erweiterung zugestimmt. Rund 550 000 Euro soll die Erweiterung kosten.

Platz für Integrationsgruppe

Die Leiterin der Kindertagesstätte, Gertraud Kläver, begrüßte zur offiziellen Eröffnung der Baustelle am Montagvormittag nicht nur Bürgermeister Klaus Saemann (SPD), Stadtrat Christian Axmann, Henrik Kühn (Amtsleiter Bildung/Kultur), Pfarrer Hendrik Rust, Diakon Helmut Zimmermann, Koordinatorin des Familienzentrums Kathinka Plett, Architektin Annett Priebusch und Vertreter vom Kirchenvorstand der Gemeinde zu den Heiligen Engeln und dem Elternbeirat, sondern auch zahlreiche Kinder aus Kindergarten und Krippe. Bereits seit einigen Wochen laufen die Vorarbeiten.

An die bestehende Einrichtung wird durch den Anbau Platz für eine Integrationsgruppe mit 18 Kindern, davon vier mit erhöhtem Förderbedarf, geschaffen. Dabei wird zunächst der Anbau errichtet und abschließend ein Durchbruch geschaffen, um den alten und den etwa 150 Quadratmeter großen neuen Gebäudeteil zusammenzuschließen. „Dabei ist der barrierefreie Übergang wichtig, damit auch auf den Rollstuhl angewiesene Kinder den neuen Raum erreichen können“, erläutert Kathinka Plett.

Morast als Herausforderung

„Eine besondere Herausforderung ist der morastige Untergrund“, erklärt Architektin Annett Priebusch. Es sei erforderlich zunächst Löcher in die Erde zu bohren und mit Bewehrungskörben und Beton auszufüllen, so dass der Anbau mit einer Pfahlgründung tragfähig werden soll.

In einer kurzen Ansprache ging Bürgermeister Saemann kurz auf den Maßnahmenkatalog der Stadt Peine zur Schaffung kurz- und mittelfristiger Betreuungsplätze ein, und erklärte, dass man sich an den Baukosten beteiligt. „Diese Erkenntnis und der Wille, Kinder in einer Einrichtung auf die Schule vorzubereiten, steigt bei den Eltern immer mehr. Wie bereits gesagt, dem müssen wir und dem wollen wir begegnen, indem wir die Voraussetzungen schaffen“, so Saemann. Er dankte besonders den Verantwortlichen des Familienzentrums für das besondere Engagement, neue Plätze zu schaffen und hob hervor, dass die Erweiterung unabhängig vom Katalog schon länger ein Thema im Familienzentrum gewesen sei. Die Stadt beteiligt an den Kosten mit 450 000 Euro, weitere 60 000 Euro gibt es als Zuschuss vom Bonifatiuswerk. Der Landkreis Peine beteiligt sich mit rund 38 000 Euro.

Inbetriebnahme im Frühjahr 2020

Bereits in diesem Winter sollen die Bauarbeiten beendet sein, so dass der neue Raum nach dem Innenausbau im Frühjahr 2020 bezugsfertig ist. Derzeit besuchen 130 Kinder in drei Kindergarten-, zwei Krippen- und einer Hortgruppe die Einrichtung. Die Hortgruppe ist zurzeit noch in drei Kammerwiesen ausgelagert, sie entfällt dort aber zukünftig. Stattdessen wird geprüft, ob dort eine Regelgruppe eingerichtet werden kann.

Von Antje Ehlers