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Stadt Peine Erneuter Leitungsschaden an Peiner Wasserversorgung
Stadt Peine Erneuter Leitungsschaden an Peiner Wasserversorgung
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08:01 24.04.2018
Baustelle am Horstweg: Hier war das Rohr geplatzt und hatte die Straße aufgerissen.
Baustelle am Horstweg: Hier war das Rohr geplatzt und hatte die Straße aufgerissen. Quelle: Thomas Freiberg
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Peine

„Am frühen Donnerstagmorgen gegen 2 Uhr kam die Meldung an den Bereitschaftsdienst des Wasserverbands Peine: Leitungsschaden im Horstweg in Peine“, berichtet Verbandssprecherin Sandra Ramdohr.

Der Bereitschaftsdienst sei schnell ausgerückt, um die Trinkwasserversorgung über andere Leitungsabschnitte zu führen und die Schadensstelle zu sichern.

Am nächsten Tag habe man dann die Leitung freigelegt und untersucht. „Ein rund sechs Meter langer Riss zeigte sich im oberen Rohrverlauf. Nach Auskunft der Experten des Betriebs ist es ein typischer Spannungsriss, der bei Erdbewegungen auftritt“, berichtet Ramdohr weiter.

Inzwischen konnte die gesamte Rohrlänge ausgetauscht werden, die nun auf Grenzwerte der Trinkwasserverordnung überprüft wird. Nach einer Freigabe folge dann der Aufbau des Straßenkörpers und die Fertigstellung der Straßendecke. Damit könne jedoch erst in der nächsten Woche begonnen werden. Ramdohr stellt klar: „Die Absperrung und die zugehörige Ausschilderung erfolgte nach Vorgaben der Stadt.“

Unzufriedenheit mit Ausschilderung

Florian Knieling arbeitet an der Straße in einer Zahnarztpraxis und ist mit genau dieser Ausschilderung unzufrieden. Zwar habe das Ordnungsamt schnell reagiert und die Straße gesperrt, allerdings sei noch immer keine eindeutige Umleitung ausgeschildert. Viele Patienten hätten enorme Umwege auf sich nehmen müssen, um die Praxis zu erreichen.

„Auch der Schulbus kam am Donnerstag nicht durch, so dass der Fahrer den Gelenkbus rund 300 Meter rückwärts den Horstweg entlangrangieren musste – mit Schulkindern besetzt“, sagt Knieling. In selber Manier habe der Fahrer den Gelenkbus auch noch über einen Bahnübergang fahren müssen, der für kurze Rotphasen bekannt sei. „Das ist unverantwortlich“, betont der Praxiskoordinator.

Der Wasserverband überprüft nun, ob eine Sanierung der Leitung aus dem Baujahr 1959 notwendig ist. Ramdohr erklärt: „Dabei fließen die verschiedenen Schadensbilder, der Korrosionszustand und das Alter der Leitung mit in die Betrachtung ein.“

Von Tilman Kortenhaus