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Stadt Peine Erneut Usutu-Virus im Landkreis Peine nachgewiesen
Stadt Peine Erneut Usutu-Virus im Landkreis Peine nachgewiesen
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13:54 27.09.2019
Ein gesunde Amsel. Quelle: dpa
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Kreis Peine

Das ursprünglich aus Afrika stammende und durch Stechmücken übertragen Usutu-Virus hatte in Deutschland zuerst 2011 in Süddeutschland zu einem Massensterben von Amseln geführt. „Gefährlich ist das Virus nur für einige sehr empfängliche Vogelspezies, wie zum Beispiel Amseln und Eulen, bei denen es zu zahlreichen Todesfällen kommen kann. Die meisten Wildvogelarten erkranken an dem Erreger nicht“, teilte Kreissprecher Fabian Laaß am Freitag mit.

Sehr vereinzelt Erkrankungen von Menschen

Das Virus könne theoretisch auch Menschen infizieren, in der Regel komme es aber nicht zu einer Erkrankung. In Gebieten, in denen das Virus schon länger endemisch ist, seien nur sehr vereinzelt Erkrankungen von Menschen beobachtet worden, die in der Regel immungeschwächte Personen betrafen, erklärte Laaß

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Da das Virus über Stechmücken übertragen wird, kann es sinnvoll sein, mögliche Brutstätten von Stechmücken im eigenen Garten abzudecken oder zu entfernen. Die Erkrankung ist weder melde- noch anzeigepflichtig.

Vögel nicht mit bloßen Händen anfassen

Tote, noch nicht in Verwesung übergegangene Vögel, können im Fachdienst Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung zur Weiterleitung ins Untersuchungsinstitut abgegeben werden oder direkt an das Bernhard-Nocht Institut versandt werden. „Es wird empfohlen, tote Vögel nicht mit bloßen Händen anzufassen“, mahnt Laaß.

Das Porto trägt der Bürger, die Untersuchung selbst ist kostenlos. Due Adresse lautet Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI), Dr. Jonas Schmidt-Chanasit, Bernhard-Nocht-Straße 74, 20359 Hamburg. Weiterführende Informationen gibt es auch auf der Internetseite des Bernhard-Nocht-Institutes.

Von Jan Tiemann

27.09.2019
27.09.2019