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Stadt Peine Umweltschützer testen das Peiner Brunnenwasser
Stadt Peine Umweltschützer testen das Peiner Brunnenwasser
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00:20 19.05.2019
Brunnenwasser wird von Milan Toups (links) und Harald Gülzow vom VSR-Gewässerschutz untersucht. Quelle: VSR
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Peine

Deutlich erhöhte Nitratwerte – so lautete das Ergebnis der Brunnenwasseruntersuchung des Vereins VSR-Gewässerschutz 2018 im Peiner Land. Jetzt kommt der Diplom-Physiker Harald Gülzow mit seinem Labormobil abermals in die Fuhsestadt. Am Montag, 27. Mai, können die Bürger der Region auf dem Friedrich-Ebert-Platz von 9 bis 11 Uhr ihr Brunnenwasser testen lassen. Eine Grunduntersuchung auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt kostet zwölf Euro. „Diese Untersuchung findet vor Ort statt, so dass man die Ergebnisse schon gegen Ende der Aktion abholen kann“, sagt Gülzow.

Harald Gülzow (Mitte) nimmt die Probe eines Brunnennutzers am Labormobil entgegen. Quelle: VSR

Das Team vom VSR-Gewässerschutz berate anhand der Messergebnisse dann auch, ob das Wasser zum Gießen, zum Befüllen des Planschbeckens, zum Waschen oder sogar zum Trinken geeignet ist. „Damit die Ergebnisse auch aussagefähig sind, sollen zur Probenahme und Transport Mineralwasserflaschen genutzt werden. Besonders geeignet sind dabei bis zum Rand gefüllte 0,5-Liter-Flaschen aus Kunststoff“, erläutert Gülzow.

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Erhöhte Nitratwerte in Peine

Im vergangenen Jahr hatten sich viele Brunnenbesitzer aus dem Peiner Land an der Aktion der Umweltschützer beteiligt, man hatte stark erhöhte Nitratwerte gemessen. „Nitrat ist ein Bestandteil von Dünger. Bringen Landwirte und Gartenbaubetriebe Gülle, Gärreste und Mineraldünger auf, besteht immer die Gefahr, dass Nitrat ins Grundwasser gelangt“, erklärt der Experte. Wasser mit höheren Nitratkonzentrationen sei aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Trinken geeignet. Auch die Verwendung zum Befüllen eines Planschbeckens oder Teichs werde eingeschränkt. „Beim Gießen von Pflanzen ist es wichtig, die Nitratkonzentration zu kennen. Eine Nitratanreicherung im Gemüse kann man verhindern, indem Nährstoffe aus dem Gießwasser bei der Düngung angerechnet werden“, so Gülzow.

Von Thomas Kröger