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Stadt Peine Entsetzen über Giftköder in Peine
Stadt Peine Entsetzen über Giftköder in Peine
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20:00 04.06.2019
Symbolfoto: Immer wieder legen Unbekannte Giftköder aus – nun gibt es auch in Peine einen solchen Fall. Quelle: Archiv
Peine

Ein von Unbekannten ausgelegter Giftköder hat im Peiner Land für Entsetzen gesorgt. Ein Rotmilan ist an den Folgen der Vergiftung mit dem seit Jahren verbotenen Pflanzenschutzmittel Carbofuran gestorben (PAZ berichtete), auch für den Menschen ist Carbofuran höchstgefährlich. In den Sozialen Medien gehen viele Nutzer von einem Giftköder für Hunde oder Katzen aus – bestätigt ist dies jedoch noch nicht.

Fest steht: Der tote Vogel wurde am Mittellandkanal in Peine gefunden – aber befand sich dort auch das tödliche Gift? „Aus der Lage des toten Vogels kann der Ort des ausgelegten Köders nicht abgeleitet werden“, sagte Kreissprecher Fabian Laaß aus PAZ-Anfrage. „Es ist anzunehmen, dass Carbofuran relativ schnell wirkt, jedoch können hier keine gesicherten Aussagen zu gemacht werden.“

Es ist dabei nicht das erste Mal, dass im Landkreis ein toter Rotmilan aufgefunden wurde, bei dem eine Vergiftung durch Carbofuran nachgewiesen werden konnte. „Bereits in den Jahren 2015 und 2016 gab es jeweils einen Fall“, sagte Laaß. Gefährdungen durch Giftköder tauchten auch im August 2017 in Eddesse sowie im April 2015 im Ostkreis auf.

Strafanzeige erstatten

Und die Gefahren sind nicht zu unterschätzen. Auch für den Menschen ist das Pflanzenschutzmittel Carbofuran höchstgefährlich – sowie natürlich für Hunde oder Katzen. Typisch für solche präparierten Köder seien bläuliche oder lila stecknadelkopfgroße körnige Anhaftungen. Wer einen solchen Köder findet, sollte ihn nicht mit der Hand anfassen, sondern diesen ohne direkte Berührung wasserdicht verpacken, und bei der nächsten Polizeidienststelle oder beim zuständigen Veterinäramt abgeben. Dazu sollte Strafanzeige gegen unbekannt erstattet werden.

Atemlähmung und Blutdruckabfall

Carbofuran gilt als sehr giftig und kann auch über die Haut aufgenommen werden. Als Folge einer Vergiftung kann es zu einer Atemlähmung und einem Blutdruckabfall kommen, was schließlich zum Tode führen kann. Nach einer wiederholten oder länger andauernden Einwirkung kann außerdem das Immunsystem geschädigt werden.

Mehr Informationen gibt es beim Giftinformationszentrum-Nord im Internet unter www.giz-nord.de. Dort ist auch durchgängig der Giftnotruf geschaltet – für medizinische Auskünfte zu Vergiftungs- oder Vergiftungsverdachtsfällen. Die Nummer lautet 0551/19240.

Von Tobias Mull

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