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Stadt Peine Eltern verzweifelt: Kindergartengruppe kurzfristig geschlossen
Stadt Peine Eltern verzweifelt: Kindergartengruppe kurzfristig geschlossen
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20:00 15.05.2019
Die Kita "Kinderparadies" in Dungelbeck musste eine Gruppe wegen Personalnotstands schließen. Quelle: Tobias Mull
Dungelbeck

25 verzweifelte Eltern können es nicht glauben: Am Dienstag wurden sie von der Stadt Peine darüber informiert, dass die GanztagsgruppeBären“ der Kita „Kinderparadies“ in Dungelbeck vorübergehend geschlossen wird. Betroffene Kinder sollen bitte den Rest der Woche zu Hause betreut werden. Als Grund wird in dem Informationsschreiben „derzeit akute Personalausfälle, unter anderem durch Krankheit“ genannt. 

Betroffene schildern Situation

Eine betroffene Mutter erläutert die Situation: „Einige Eltern erfuhren erst am Dienstagnachmittag bei der Abholung ihrer Kinder aus der Kita, dass es für die kommenden Tage keine Betreuung gibt.“ Weiter klagt sie: „Wer soll so kurzfristig darauf reagieren können? Sicher, gegen unerwartete Krankheitsausfälle kann sich die Stadt nicht wappnen, aber es ist traurig, dass Eltern vor vollendete Tatsachen gestellt werden.“

Das sagt die Stadt Peine zur Schließung

Auf PAZ-Anfrage erklärt Henrik Kühn, städtischer Amtsleiter für Bildung und Kultur: „Eine Vielzahl von kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfällen der Mitarbeiterinnen ließ uns leider keine andere Möglichkeit. Die Situation zeichnete sich bereits am Montag ab, konnte jedoch durch den kurzfristigen Einsatz einer Kollegin aus einer anderen Einrichtung überbrückt werden.“

Nachdem diese jedoch aufgrund eines weiteren Personalengpasses in ihre Stamm-Kita zurückbeordert wurde, habe es keine andere Möglichkeit gegeben, als die Dungelbecker Gruppe zu schließen. „Wir bedauern diesen Schritt außerordentlich“, ergänzt Stadtrat Christian Axmann. „Letztlich haben wir es aber mit einem Fall höherer Gewalt zu tun, bei dem wir nur auf die Kooperation und Flexibilität der betroffenen Eltern hoffen können.“

Angespannte Personallage ließ keine Alternative zu

Mit Hochdruck versuche man im Rathaus, Erzieherinnen aus anderen städtischen Einrichtungen abzuordnen – aufgrund der angespannten Personallage jedoch ohne Erfolg. Auch eine Zusammenlegung von Gruppen käme nicht in Betracht: „Wir sind an Höchstgrenzen gebunden, die gesetzlich vorgeschrieben sind“, bedauert Kühn, „uns war es auch nicht möglich, statt der Ganztags- die Vormittagsgruppe zu schließen, weil uns dann Betreuungskräfte für den Nachmittag gefehlt hätten.“

Hoffnung, dass der Betrieb ab Montag wieder läuft

„Wir werden uns von unserem Bemühen nicht abbringen lassen, den Eltern bei der Kindertagesbetreuung auch weiterhin ein verlässlicher Partner zu sein“, sagt Axmann, „aber unsere Mittel sind begrenzt: Allein von sechs Erzieherinnen, die wir zum Sommer neben dem Stellenplan als Springerinnen einstellen wollten, haben bislang fünf abgesagt.“ In Dungelbeck bestünde aber die Hoffnung, dass der Betrieb ab kommendem Montag wieder normal laufen kann.

Von Kathrin Bolte

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