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Stadt Peine Eltern gehen für Erhalt der Peiner Geburtsklinik auf die Straße
Stadt Peine Eltern gehen für Erhalt der Peiner Geburtsklinik auf die Straße
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18:10 10.05.2019
Diese Tür ging im April zu – viele Eltern wollen das nicht hinnehmen und rufen zur Demonstration auf. Quelle: Antje Ehlers
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Peine

Die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe des kriselnden Peiner Krankenhauses ist seit Mitte April geschlossen. Einige Peiner Mütter wollen das nicht einfach so akzeptieren und gehen am Samstag, 11. Mai, zum Erhalt der Geburtsklinik in der Innenstadt auf die Straße.

Unterstützung von Verdi und Hebammenverband

Mit Unterstützung von Hebammen, des Hebammenverbandes sowie des Verdi-Ortsvereins Peine beginnt um 10 Uhr die Demonstration am Peiner Rathaus. Über die Innenstadt geht der Zug bis zum Marktplatz, wo eine Kundgebung stattfinden wird. „Als Redner erwartet werden Vertreter von Verdi, Veronika Bujny vom Hebammenverband Niedersachsen sowie Vertreter des Organisatorenteams“, heißt es.

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Petition im Internet

Parallel dazu wurde am 11. April eine Petition ins Leben gerufen. Derzeit gibt es 1040 Unterstützende. 1400 müssen für ein Quorum erreicht werden. In der Petition heißt es: „Stellung beziehen gegen die Schließung der gynäkologischen Abteilung in Peine! Es sollte nicht im Sinne der Bevölkerung sein, das Angebot vor Ort weiter zu reduzieren. Insbesondere die bundesweite und regionale Versorgung der Hebammenhilfe schrumpft immer weiter. So sollte eine flächendeckende Versorgung rund um Schwangerschaft und Geburt selbstverständlich sein. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität muss es Angebote vor Ort geben. Wirtschaftsethische Aspekte dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Gefordert wird demnach, die Versorgungslage rund um gynäkologische Anliegen sicherzustellen sowie die Abteilung wieder auf die Beine zu bringen. Wir fordern Daseinsvorsorge rund um Gynäkologie sicherzustellen, ebenso die Vor- und Nachsorge bei Geburten, den Wiederaufbau der Station und den Erhalt der Arbeitsplätze.“

Angespannte Personallage

Die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe des Peiner Krankenhauses hätte wegen der finanziellen Probleme eigentlich erst zum 30. Juni schließen sollen. Im April verkündete dann die AKH-Gruppe, dass bereits Mitte April aufgrund der angespannten Personallage die Abteilung geschlossen wird. Das hatte in der Peiner Bevölkerung für viel Aufsehen gesorgt.

Von Kathrin Bolte

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