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Stadt Peine Dungelbeck, Schmedenstedt, Woltorf: Welche Schule muss schließen?
Stadt Peine Dungelbeck, Schmedenstedt, Woltorf: Welche Schule muss schließen?
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00:18 04.06.2019
Sie wird anscheinend auf jeden Fall bleiben: Die Grundschule in Dungelbeck Quelle: Archiv
Peine

Seit Jahren wird über die Zukunft der derzeitigen Grundschulstandorte Dungelbeck, Schmedenstedt und Woltorf gesprochen – jetzt steht eine Entscheidung an. Standen bislang drei Varianten zur Auswahl, sollen die politischen Gremien in den kommenden Wochen nun zwischen zwei Zukunftsperspektiven entscheiden: Ein Neubau der Grundschule Schmedenstedt/Woltorf samt Erhalt der Grundschule Dungelbeck oder die Schaffung eines gemeinsamen Schulstandortes in der Ortschaft Dungelbeck.

Rückblick

Rückblick: Ausgelöst hatte die Debatte im September 2017 ein Antrag der Ratsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Darin wurde gefordert, dass die Verwaltung die Schulentwicklungsplanung in den drei Ortschaften Dungelbeck, Schmedenstedt und Woltorf fortsetzen solle. Das Ziel: Wie bereits in allen anderen Peiner Grundschulen solle auch dort ein Nachmittagangebot installiert werden – die Schulen sollen sich also zu offenen Ganztagsschulen entwickeln.

Von 215 angeschriebenen Eltern meldeten sich 146 zurück

In einem ersten Schritt sollte bei den Eltern zunächst der Bedarf abgefragt werden. 215 entsprechende Schreiben wurden verschickt, 146 Erziehungsberechtigte beteiligten sich, 112 sprachen sich für eine Ganztagsschule aus. Zudem wurde der städtische Arbeitskreis Schulentwicklungsplanung ins Leben gerufen, dort sollte fernab der Öffentlichkeit eine gemeinsame Entscheidung vorbereitet werden. Doch das hat anscheinend nicht funktioniert.

Zwei Varianten zur Auswahl

Es müsse festgehalten werden, dass „parteiübergreifend keine einheitliche Empfehlung zur weiteren Schulentwicklungsplanung Peine Süd-Ost herbeigeführt werden konnte“, heißt es in der aktuellen Beschlussvorlage, die nun zunächst in den jeweiligen Ortsräten der drei Ortschaften diskutiert werden soll. Die städtischen Gremien sollen in den weiteren Beratungen über die Zusammenlegung der beiden Schulstandorte Schmedenstedt/Woltorf unter Beibehaltung des Schulstandortes Dungelbeck (Variante 1) oder der Zusammenlegung aller drei Grundschulstandorte nach Dungelbeck (Variante 2) entscheiden.

Meinungsbild in der Politik uneinheitlich

Das Meinungsbild innerhalb der Politik ist dabei tatsächlich uneinheitlich. In den Beratungsunterlagen aus dem Rathaus findet sich auch eine Übersicht, in der die Parteien ihren jeweiligen Favoriten-Standort bestimmen konnten. SPD, Grüne, Peiner Bürgergemeinschaft und Jürgen Eggers (Linke) nennen dabei Dungelbeck, CDU und FDP/Piraten plädieren für den Erhalt des Schulverbunds Schmedenstedt/Woltorf. Der parteilose Ratsherr Thomas Weitling favorisiert den „wirtschaftlichsten Standort – wahrscheinlich Dungelbeck“.

Auch mögliche Kosten werden in der Vorlage umrissen. Sollten alle drei Standorte erhalten bleiben, würden die notwendigen Umbaumaßnahmen etwa 11,7 Millionen Euro kosten. Für die Einrichtung einer zweizügigen inklusiven Ganztagsschule und ergänzende Arbeiten werden in Dungelbeck 4,2 Millionen Euro, in Woltorf 3,2 Millionen und in Schmedenstedt 4,3 Millionen Euro aufgerufen.

Thema erst in Ortsräten behandelt

Nun wird zunächst in den einzelnen Ortsräten über das Thema gesprochen. Danach befassen sich der Schul- und der Planungsausschuss mit der Thematik, bevor der Rat schließlich eine Entscheidung trifft. Die Ortsratssitzungen finden am 11. Juni in Dungelbeck (ehem. Sparkassengebäude, Bruchweg 2), am 17. Juni in Schmedenstedt (Vorraum der MZH Schmedenstedt, Smiedesstidde 19) und am 18. Juni in Woltorf („Woltorfer Landkrug“, Am Paradies 12) statt.

Von Tobias Mull

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