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Stadt Peine Dudelsäcke und hämmernde Bässe: Pipers lassen das Forum kochen
Stadt Peine Dudelsäcke und hämmernde Bässe: Pipers lassen das Forum kochen
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17:22 06.11.2019
Rock'n'Roll mit Dudelsäcken: Die Red Hot Chilli Pipers sind in Peine sehr gern gesehen. Quelle: Grit Storz
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Peine

Heavy Metal mit Dudelsäcken? Geht! Die Bässe wummerten, die Bagpipes kreischten und Sängerin Nicole Caldwell ließ ihre Stimme röhren: Die Red Hot Chilli Pipers aus Glasgow rockten das ausverkaufte Peiner Forum. Die Pipers waren zum vierten Mal in Peine und lieferten wieder eine fulminante Show für alle Sinne. Schon der wummernde Dance-Mix vorher animierte zum Tanzen. Party mit einer gut bestückten Bar im Foyer – und das mitten in der Woche!

Viele der ganz unterschiedlichen Konzertbesucher wussten ganz genau, was sie im Laufe des gut zweistündigen Konzerts erwartete und freuten sich darauf. Manche waren stilecht im Schottenoutfit gekommen, manche bekundeten ihre Sympathie mit Fan-Shirts – und alle hatten sich auf einen lauten, schweißtreibenden Tanzabend eingestellt.

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Das Publikum im Forum ging begeistert mit. Quelle: Grit Storz

So fanden zwar die am Einlass gereichten bunten Ohrstöpsel den einen oder anderen Freund, aber auch jeder Besucher fand den für ihn genau richtigen Platz. Die Hartgesottenen standen direkt an der Bühne und hatten so nicht nur freien Blick auf die schottischen Musiker in schwarzem Kilt und roten Socken, sondern bekamen auch die volle Dröhnung der Pfeifen ab. Hier wurde mitgesungen, die Arme geschwenkt und gehüpft. Mittig tanzten die meisten ausgelassen, während weiter hinten der Boden nicht mehr so doll vibrierte und die etwas stilleren Genießer voll auf ihre Kosten kamen.

Bunt gemischt wie das Publikum war auch das Repertoire der Bag-Rock-Band. Ob AC/DC oder Coldplay, Leonard Cohen oder Andreas Bourani – mit der ungewöhnlichen Instrumentalbesetzung, bekamen die wohlbekannten Songs einen ganz neuen Sound, wurden neu interpretiert ohne ihren eigentlichen Charakter zu verlieren.

Sängerin Nicole Caldwell beeindruckte mit ihrer Stimme. Quelle: Grit Storz

Hatten die Pipers sich früher ganz auf ihre Instrumente und einzelnen Soli mit ihnen konzentriert, geben sie nun auf ihrer erneuten Tour durch Deutschland auch dem Gesang Raum. Dabei demonstrierte Sängerin Caldwell eindrucksvoll, dass sie eine waschechte Rockröhre ist. Mit ihrer so besonderen Stimme gab sie dem „Hallelujah“ von Cohen einen neuen Dreh, aber auch der Bourani-Song „Ein Hoch auf uns“ als Hommage ans deutsche Publikum gelang ihr fantastisch.

Witzige Tanzeinlagen, rasante Gitarrensoli

Witzige Tanzeinlagen der Pipers, rasante Gitarrensoli und ein wahres Percussionfeuerwerk ließen das Publikum immer wieder jubeln. Ohne Pause trieben die Glasgower ihr Publikum voran. „Tanzt, klatscht, hüpft, singt mit!“, hieß das Motto, und das ließ sich kaum einer zweimal sagen. Schwitzend, mit einem glückseligen Lächeln im Gesicht tanzten und hüpften die Konzertparty-Besucher sich die Füße heiß.

Ein grandioses Percussionsbattle läutete das letzte Drittel ein und trieb Musiker und Publikum zu Höchstleistungen. Die Lichtspots kreisten, die Menge tanzte und grölte bei „Shut up and dance“ nicht nur mit, sondern machte genau das: Tanzen. Obwohl mehrfach angekündigt war das Konzert noch lange nicht beendet. Mehrere Zugaben versüßten den dann doch unvermeidlichen Abschied. Jubelnder Applaus und Einigkeit am Ende: Großartiges Konzert, das unbedingt wiederholt werden sollte.

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Von Grit Storz