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Stadt Peine Drohender Vereinsheim-Abriss: 2000 Unterstützer für den PHSV Peine
Stadt Peine Drohender Vereinsheim-Abriss: 2000 Unterstützer für den PHSV Peine
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06:00 03.04.2019
Das Vereinsheim des PHSV. Quelle: Kathrin Bolte
Peine

Lichtblick für den Peiner Polizeihundesportverein (PHSV) im Streit mit der Stadt um eine fehlende Baugenehmigung für das Vereinsheim: Auf einer Internetplattform haben sich mehr als 2000 Unterstützer für den Erhalt des Vereinsheims ausgesprochen, den zuständigen Stellen in Verwaltung und Politik soll nun eine entsprechende Petition übergeben werden. Außerdem wird es demnächst ein Gespräch zwischen den Streitparteien geben.

„Wir freuen uns natürlich sehr über diese breite Unterstützung und bedanken uns bei allen Unterzeichnern. Mit so einer Resonanz hätten wir nicht gerechnet“, sagt die PHSV-Vorsitzende Silke Schöner. „Ein Abriss würde unseren Verein nicht nur finanziell ruinieren, sondern uns auch emotional hart treffen.“

Rückblick: Weil es in den städtischen Unterlagen keine Baugenehmigung für das PHSV-Vereinsheim gibt, hat die Stadtverwaltung eine Abriss-Aufforderung ausgesprochen. Dagegen wehrt sich der Verein, unter anderem wurde Einspruch gegen die Aufforderung eingelegt.

Auch das NDR Fernsehen drehte schon vor Ort für einen Bericht. Quelle: Kathrin Bolte

Denn einfach eine Genehmigung nachreichen – das kann der Verein nicht. „Wir haben dazu keine Unterlagen, weil bei einem Brand im Jahre 1974 viele Akten vernichtet worden sind“, erläutert Schöner. Genehmigungen seitens der Stadt für einzelne Bauten auf dem Vereinsgelände würden jedoch belegen, dass die Verwaltung von dem Vereinsheim wusste und zumindest eine stillschweigende Duldung vorliege. Auch sei bereits etliche Jahre die Grundsteuer B für bebaute Grundstücke gezahlt worden.

Der Streit zwischen dem Verein und der Stadt hat längst weite Kreise gezogen. Im Februar war das NDR Fernsehen zu Gast, in der Sendung „Hallo Niedersachsen“ wurde ausführlich über den Fall berichtet. Auch in den sozialen Medien wird immer wieder über den Konflikt diskutiert.

Foto aus besseren Zeiten: Mitglieder des PHSV mit ihren Hunden. Quelle: Nicole Laskowski

In seiner Not hatte der Verein dann auf der Internetplattform „OpenPetition“ sein Anliegen dargestellt. Dort können sich Unterstützer melden – so soll öffentlicher Druck erzeugt werden. Die sogenannten Petitionen müssen dabei in einem bestimmten Zeitraum eine Mindestanzahl an Unterschriften aus der Region erhalten. Ist dieses sogenannte Quorum erreicht, überreicht die Plattform das Anliegen an die zuständigen Stellen in Politik oder Verwaltung.

Und der PHSV hat die erforderliche Anzahl an Stimmen erreicht. Insgesamt haben mehr als 2000 Menschen die Petition unterzeichnet, mindestens 780 mussten aus Peine kommen – es sind sogar bereits 798.

Es könnte allerdings sein, dass die Petition gar nicht mehr an die Stadt übergeben wird. Schon bald soll es ein Gespräch zwischen der Verwaltung und dem Verein geben – wird da vielleicht eine Lösung für das Problem gefunden? „Wir sehen dem Gespräch sehr positiv entgegen“, sagt Schöner. Die Petition solle bis dahin zurückgehalten werden, um die Gesprächsatmosphäre nicht zu belasten.

Streit um Abriss: Das sagt die Stadt Peine

So groß die Freude beim PHSV über die Petitions-Unterstützer und das baldige Gespräch mit der Verwaltung, so zurückhaltend die Reaktion der Stadt auf die neuen Entwicklungen in dem Streifall: Wie das Rathaus es bewertet, dass knapp 800 Peiner die Petition zum Erhalt des Vereinsheims unterzeichnet haben, wollte die PAZ wissen. „Da die Petition der Stadt Peine nicht vorliegt, kann weder diese Zahl noch die Herkunft der Unterzeichner von Seiten der Stadt Peine verifiziert werden“, sagt Stadtsprecherin Petra Neumann.

Und auch das anberaumte Gespräch bewertet die Stadtverwaltung etwas anders. „Der Vereinsvorstand wurde vor geraumer Zeit gebeten, die Mitgliederstruktur transparent zu machen und entsprechende Informationen der Stadt zur Verfügung zu stellen. Dieser Bitte ist der Verein bis heute nicht nachgekommen. Daher fehlt leider eine wesentliche Gesprächsgrundlage“, so Neumann. Trotzdem gelte noch immer, dass es innerhalb des Widerspruchverfahrens in Sachen Abriss-Aufforderung einen regelmäßigen Kontakt mit der Vereinsführung und deren Rechtsvertretung gebe, heißt es weiter.

Könnte das bedeuten, dass vielleicht auch die Stadt einen Kompromiss mittragen würde? Auf die Frage, ob die Stadt eine befristete Duldung des Vereinsheims an der aktuellen Stelle kategorisch ausschließe, antwortete Sprecherin Neumann, dass das laufende Widerspruchsverfahren abzuwarten bleibe.

Von Tobias Mull

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