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Stadt Peine Drogenprozess gegen Peiner zieht sich hin: Neue Zeugen werden geladen
Stadt Peine Drogenprozess gegen Peiner zieht sich hin: Neue Zeugen werden geladen
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16:18 16.12.2019
Die zwei Angeklagten (gepixelt) müssen sich vor dem Landgericht verantworten. Quelle: ebr
Peine/Hildesheim

Bereits der elfte Verhandlungstag im Drogenprozess: Am Montag hat man den Prozess gegen zwei Peiner (beide 34) wegen „unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge“ vor dem Landgericht Hildesheim fortgesetzt. Bei der Eingangs-Kontrolle wurden erneut intensive Sicherheitsüberprüfungen durchgeführt.

Die Vorsitzende Richterin eröffnete den Verhandlungstag mit dem Hinweis, dass der Antrag der Verteidiger zur erneuten Ladung der Hauptbelastungszeugin weiterhin abgelehnt wird. „Es liegen keinerlei neue Anhaltspunkte vor, die eine erneute Vorladung und Vereidigung der Zeugin erforderlich machen“, begründete die Richterin die Entscheidung des Gerichts.

Den Prozessbeteiligten wurden anschließend Auszüge aus den Observationsergebnissen der Polizei vorgelesen. Im Zeitraum von Mitte September 2018 bis zum 16. Februar 2019 hat der Hauptangeklagte bei Europcar und Sixt immer wieder verschiedene Autos angemietet und bezahlt.

Verschlüsselte Informationen

Die Auswertung der Telefon-Überwachung bei den Angeklagten ergab, dass im Januar 2019 mehrere Gespräche mit verschiedenen, unbekannten Teilnehmern – auch unter falschen Namen - geführt wurden. In den Telefonaten sollen verschlüsselte Informationen ausgetauscht und Verabredungen für gemeinsame Treffen sowie Übergaben abgesprochen worden sein.

Der Verteidiger nannte zwischenzeitlich neue Zeugen, die seinen Mandanten entlasten sollen. Der Prozess soll am Mittwoch, 18. Dezember, mit vier weiteren Zeugenanhörungen fortgesetzt werden.

Was wird den Angeklagten aus Peine genau vorgeworfen? Die beiden 34-Jährigen sollen in bis zu fünf Fällen mit großen Mengen Marihuana und Kokain gehandelt haben. Dabei habe einer von ihnen die Drogen im Zeitraum von Dezember 2018 bis März 2019, im wöchentlichen Rhythmus (meistens freitags) in der Peiner Südstadt zum Weiterverkauf übergeben.

Im Zuge der Festnahme wurden bei einem Angeklagten Anfang März 2019 rund 50 Gramm Kokain gefunden, die der Angeklagte zum Weiterverkauf bei sich hatte. Nach Meinung der Staatsanwaltschaft ist ein Gesamtwert von rund 23 000 Euro nachweisbar. Die zwei Peiner halten sich nach ihrer Festnahme im März und April 2019 derzeit in den Gefängnissen Rosdorf und Braunschweig auf.

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