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Stadt Peine Modernisierung: 7,5 Millionen Euro für Peiner Schulen
Stadt Peine Modernisierung: 7,5 Millionen Euro für Peiner Schulen
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20:32 10.09.2019
Mit dem Einzug von Tablets und Laptops in den Klassenzimmern bricht in Schule ein neues Zeitalter des Lernens an. Zur Unterstützung gibt es jetzt Geld vom Staat. Quelle: dpa
Peine

Damit lässt sich arbeiten: Mit insgesamt 7,5 Millionen Euro wollen Bund und Land die Peiner Schulen innerhalb des Digitalpaktes fördern. Voraussetzung sind ein schuleigenes Medienkonzept und ein entsprechender Antrag beim Schulträger.

Die Politik hat eine groß angelegte Offensive in Richtung digitales Klassenzimmer gestartet. Dafür werden in Niedersachsen bis zum Jahr 2024 insgesamt 522 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, 470 Millionen Euro kommen dazu vom Bund, rund 52 Millionen Euro muss das Land aufbringen. Aus dem Topf sind 90 Prozent direkt für die Schulen vorgesehen, die restlichen 10 Prozent gehen an landesweite, beziehungsweise länderübergreifende Projekte.

30 000 Euro Sockelbetrag je Schule

Fabian Laaß, Sprecher des Landkreises Peine als Schulträger, erklärt: „Der Sockelbetrag in Höhe von 30 000 Euro steht jeder Schule zu und wird diesen für Anschaffungen zur Verfügung gestellt.“ Zusätzlich erfolge gegebenenfalls eine Aufstockung nach Schülerzahlen. Die Berechnung nach Schülerzahlen diene der Landesregierung jedoch lediglich als Hilfsmittel für eine gerechte Verteilung der zur Verfügung stehenden Geldes. Sicherlich sei zu prüfen, ob die von den Schulen gestellten Wünsche auch den Anforderungen des Digitalpaktes entsprechen. „Der Landkreis Peine als Schulträger hat noch keine Entscheidung getroffen, was für die Mittel angeschafft werden soll“, so der Sprecher.

Zum Sockelbetrag kommt noch ein individueller „Kopfbetrag“ hinzu, der sich anhand der Schülerzahlen nach einem bestimmten Schlüssel errechnet. Dieser kann eigenverantwortlich unter den Schulen aufgeteilt werden.

Viel Geld für Stadt, Landkreis und Gemeinden

In Abhängigkeit der Schülerzahlen der einzelnen Schulen darf sich dieGemeinde Edemissenüber rund 185 000 Euro freuen, die Gemeinde Ilsede erhält auf Antrag 249 000 Euro, Hohenhameln gut 91 000 Euro, Lengede 207 000 Euro, Vechelde 230 000 Euro und Wendeburg 141 000 Euro. DieStadt Peine kann Geld in Höhe von 870 000 Euro abrufen und der Landkreis mehr als 5,5 Millionen Euro.

Geld für Ausbau digitaler Strukturen

Jetzt können die Schulträger die Mittel beantragen. Laut Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) geht es vorrangig um den Ausbau digitaler Strukturen wie zum Beispiel Schulserver, WLAN-Netz, die Umsetzung digitaler Lernplattformen und Lernportale, den Einsatz interaktiver Tafeln und die Errichtung digitaler Arbeitsplätze im naturwissenschaftlichen Bereich oder in der beruflichen Ausbildung. So entfallen zum Beispiel auf die Berufsbildenden Schulen in Peine etwa 670 000 Euro.

Smartphones sind von Förderung ausgenommen

Eine Ausstattung mit mobilen Endgeräten ist gemäß der Bund-Länder-Vereinbarung erst möglich, wenn eine Schule bereits mit der erforderlichen digitalen Infrastruktur ausgestattet (Glasfaserkabel) ist und spezifische fachliche oder pädagogische Anforderungen den Einsatz solcher Geräte erfordert. Dabei dürfen die Gesamtkosten von 25 000 Euro je Schule nicht überschritten werden. Smartphones allerdings sind nicht förderfähig.

Beim Förderprojekt „Digitales Klassenzimmer“ vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur kann unabhängig vom Digitalpakt bereits Geld für den Breitbandausbau an Schulen abgerufen werden.

Der Digitalpakt

Insgesamt 522 Millionen Euro sollen bis 2024 an Niedersachsens Schulen für die Digitalisierung verwendet werden. Die Nutzung ist im Digitalpakt geregelt. Eine Förderung kann auf Antrag erteilt werden, Bewilligungsbehörde ist die Landesschulbehörde. Eine Förderrichtlinie legt fest, wer einen Antrag stellen darf und welche Voraussetzungen zur Genehmigung erfüllt werden müssen. Es ist vorgegeben, wofür das Geld verwendet werden darf. Jede Schule erhält einen Sockelbetrag, in Abhängigkeit von der Schülerzahl kann zusätzlich ein Kopfbetrag abgerufen werden.

So erfolgt bereits die Umsetzung an Peiner Schulen

Unterstützt durch den Schulträger und aufgrund eines eigenen Etats ist zum Beispiel die Integrierte Gesamtschule (IGS) Vöhrum bereits bestens digital ausgestattet. Das WLAN-Netz wurde ausgebaut, alle Klassen- und Fachräume sind mittlerweile mit Beamern ausgestattet, in den Räumen der Oberstufe steht Apple-TV zur Verfügung und ist für die weiteren Klassenstufen gemeinsam mit zwei IPad-Koffern mit jeweils 16 Geräten ausleihbar. Hinzu kommen 20 IPads, die einzeln ausgeliehen werden können.

„Diese Strukturentwicklung erfolgte nicht erst im Rahmen des Digitalpaktes, sondern wurde über die letzten Jahre so ausgebaut und entwickelt“, berichtet IGS-Schulleiterin Ulla Pleye. „Wir nehmen die Durchdringung von Lebens- und Arbeitswelt mit allen Formen der Digitalisierung als gesellschaftliche Herausforderung an und setzen sie in der IGS Peine aktiv und kritisch um, um die Schüler letztlich selbst zu befähigen.“ So trage die finanzielle Unterstützung durch den Digitalpakt dazu bei, digitales Lernen weiter auszubauen.

Gymnasium Groß Ilsede will digitales Lernen starten

Das Gymnasium Groß Ilsede plant, sich noch in diesem Schuljahr mit einem Jahrgang auf den digitalen Weg zu machen. „Hier sollen erste Erfahrungen gesammelt werden, was die Umsetzung des schuleigenen Medienkonzeptes anbelangt“, sagt Rektorin Elke Heinzel. „Wichtig ist uns dabei, im Einsatz neuer digitaler Endgeräte ein Hilfsmittel zu sehen, das unsere Möglichkeiten erweitert und das unsere Schüler technisch, aber auch mit einem durchaus kritischen Blick beherrschen sollen.“

Verbesserung im Unterrichtsablauf

Die Schulleiterin erhofft sich eine Verbesserung des Unterrichtsablaufes. So sieht sie als Beispiel die Möglichkeit, im Fremdsprachenunterricht Dialoge in Partner- oder Gruppenarbeit zu erstellen und den Lehrkräften digital statt schriftlich zur Verfügung zu stellen. Heinzel weiß aber auch, „dass sich alle Beteiligten einer großen Herausforderung stellen müssen“. So müsse nicht nur die erforderliche Infrastruktur mit Technik geschaffen werden, auf die Eltern kämen Kosten für die Anschaffung von Laptops oder Tablets zu, und auch die Lehrer müssten sich entsprechend fortbilden.

Von Antje Ehlers

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