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Stadt Peine Die schwierige Jagd auf die Peiner Gullydeckel-Gangster
Stadt Peine Die schwierige Jagd auf die Peiner Gullydeckel-Gangster
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06:01 25.05.2018
Zuletzt schlugen die Gullydeckel-Gangster am Friedrich-Ebert-Platz zu. Quelle: Archiv
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Peine

„Die Häufung dieser Fälle erfüllt uns schon mit Sorge“, sagt Matthias Pintak, Pressesprecher der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel. Als Sofortmaßnahme sei die Präsenz der Polizei im Stadtgebiet verstärkt worden. „Die Kollegen wurden für diese Einbruchsmasche auch besonders sensibilisiert“, so Pintak weiter.

Serientäter oder Nachahmer?

Der durchschlagende Erfolg blieb augenscheinlich bislang aus. „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, es wird unterschiedlichsten Spuren nachgegangen“, erläutert der Polizeisprecher. Noch sei aber völlig unklar, ob es sich tatsächlich um Serientäter handelt – oder ob sich eher Nachahmungstäter die Vorgehensweise zu eigen gemacht haben.

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Ein Gullydeckel als Tatwerkzeug sei dabei eher ungewöhnlich, so der Polizeisprecher weiter. Und für die Täter auch nicht ohne Risiko. Denn das schwere Metallteil verbleibe meist am Tatort – und trotz der eher rauen Beschaffenheit könnten meist Fingerabdrücke gesichert werden. Diese könnten dann schnell zu den Tätern führen – oder dem Täter?

Denn ob es sich wirklich um mehrere Einbrecher handelt, sei noch völlig offen. „Zwar ist ein Gullydeckel relativ schwer, eine kräftige Person könnte ihn aber auch alleine in ein Schaufenster werfen“, sagt Pintak und tritt damit Mutmaßungen in der Öffentlichkeit entgegen, bei denen immer von mehreren Tätern ausgegangen worden war.

Vielleicht hat man es also auch nur mit einem Gullydeckel-Gangster zu tun. „So oder so, wir werden alles daran setzen, auch diese Verbrechen aufzuklären“, betont der Polizeisprecher abschließend.

Von Tobias Mull