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Stadt Peine Neue Führungsspitze im Tierheim Peine
Stadt Peine Neue Führungsspitze im Tierheim Peine
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00:20 06.06.2019
Sandra Pappermann (l.) und Heike Brakemeier teilen sich die Führungsspitze im Peiner Tierheim. Quelle: Kathrin Bolte
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Peine

Viele Veränderungen beim Tierschutzverein Peine. Nachdem es Anfang Mai einen Wechsel im Vorstand gab, und Hansgünther Kleffmann den Vorsitz übernahm und Ende Mai drei Mitglieder des Vorstands zurücktraten (PAZ berichtete), wurde nun auch eine neue Tierheimleitung eingesetzt. Ab sofort teilen sich Heike Brakemeier und Sandra Pappermann die Tierheimleitung. Wegen eines schwebenden juristischen Verfahrens will man zu den Hintergründen des Wechsels keine Stellungnahme abgeben.

Neue Wege und viel vor

Im Gespräch mit der PAZ erklärte Vorsitzender Kleffmann „Wir möchten in diesem Bereich neue Wege gehen und so wird ab sofort mindestens einer der beiden Vollzeitkräfte immer als Ansprechpartner vor Ort sein.“ Ferner soll der gesamte Geschäftsbetrieb des Tierheims an der Fritz-Stegen-Allee nun dem Motto „Vertrauen, Respekt, Öffentlichkeit.“ folgen.

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Verwaltung übernimmt Brakemeier

Heike Brakemeier, seit 2010 stellvertretende Heimleiterin, ist seit zehn Jahren im Tierheim aktiv. „Bereits 2017 hat der damalige Vorstand Frau Brakemeier die Personalverantwortung übertragen. Sie ist im verwaltungstechnischen sowie kaufmännischen Bereich versiert und wird diese Aufgaben auch in Zukunft übernehmen“, so Kleffmann. Brakemeier ist ebenso zuständig für die Ausbildung der Azubis und betreut auch straffällig gewordene Jugendliche, die Sozialstunden im Tierheim ableisten müssen.

Tierspezifische Abteilung

Sandra Pappermann zeichne sich durch zahlreiche hundespezifische Ausbildungen aus „und wird den tierspezifischen Bereich managen“, hieß es weiter. Die gelernte Malerin und Lackiererin hat nach vier Jahren auf dem Bau gemerkt, dass Tiere ihre eigentliche Berufung sind. „Ich bewarb mich im Tierheim, bekam eine Chance und habe mich seitdem in vielen Bereichen fortgebildet“, erzählte sie. So habe sie einen Sachkundenachweis erworben, eine Ausbildung zur Hundepsychologin gemacht, sowie viele Seminare besucht, die sich um die Thematik der Problemhunde drehen. Zu einer Weiterbildung zum Hundetrainer steht Pappermann in den Startlöchern.

Besondere Beratungsangebote im Tierheim

Durch dieses geballte Fachwissen soll es in Zukunft im Tierheim besondere Beratungsangebote geben, verriet Kleffmann. „Ziel ist es nicht nur Tiere aufzunehmen und zu vermitteln. Vielmehr soll durch entsprechende Beratung und Hilfestellung vermieden werden, dass Tiere, insbesondere Hunde, überhaupt zu uns kommen“, erklärt er weiter. Im Gespräch sei auch die Einrichtung eines Hundeplatzes. „Doch das ist Zukunftsmusik, erstmal müssen wir die Strukturen neu sortieren, damit die Tiere wieder im Fokus stehen und wir transparente Geschäftsgebaren gegenüber unseren Sponsoren und Unterstützern haben. Wir haben hier eine hohe soziale Verpflichtung“, merkte Kleffmann an.

Ehrenamtliche Helfer gesucht

Um das alles jedoch auch zu bewerkstelligen, sind ehrenamtliche Helfer erforderlich. „Ich laden jeden, der gerne mit Tieren umgeht, ein, sich ein Bild zu machen und eventuell zu unterstützen“, sagt der Vorsitzende. Derzeit sind im Peiner Tierheim vier Vollzeitkräfte und zwei Auszubildende zum Tierpfleger beschäftigt. Hinzu kommen sieben Minijobber.

Von Kathrin Bolte